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letzte Aktualisierung:  16.02.04

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16.2.04
 

Konsequent gegen Verkehrssünder 
Auf den Straßen im Bereich des Polizeipräsidiums Frankfurt (Oder) starben im Februar 2004 bereits 5 Personen bei Verkehrsunfällen. Im Januar waren es 7 Menschen. 
Eine traurige Bilanz, die überwiegend auf zu hohe Geschwindigkeit und leichtsin- niges Überholen in unübersichtlichen Kurven zurückzuführen ist. Immer wieder stellten die Beamten auch fest, dass Fahrzeugführer und Mitfahrer nicht ange- schnallt waren. Durch einen angelegten Sicherheitsgurt hätte bei tragischen Un- fällen die Schwere der Folgen oftmals gemindert und somit viel Leid vermieden werden können.
Vor diesem Hintergrund hat das Polizeipräsidium Frankfurt (Oder) seine Ver- kehrsüberwachungsmaßnahmen seit der vergangenen Woche weiter verstärkt. So sind im Zeitraum vom 13.02.2004 - 15.02.2004 in allen Schutzbereichen zu- sätzliche Kräfte zu Verkehrskontrollen eingesetzt worden. Schwerpunkt der Kon- trollen waren die Einhaltung der vorgeschriebenen Geschwindigkeit, der Gurt- pflicht und des Handyverbotes. Außerdem wurden Alkoholkontrollen durchge- führt.
So waren im Schutzbereich Oder-Spree/ Frankfurt (Oder) von Freitag bis Sonn- tag 179 Bedienstete insgesamt ca. 400 Stunden zu Verkehrsüberwachungs- maßnahmen eingesetzt.  Während eines gemeinsamen Einsatzes der Schutz- bereiche
Oder-Spree/Frankfurt und Märkisch-Oderland in der Nacht von Freitag zu Sams- tag kontrollierten die Bediensteten insbesondere an den Zu- und Abfahrtsstraßen zu Discotheken 278 Kraftfahrer. 239 Fahrer waren dabei zwischen 18 und 25 Jahren. Gegen drei der jungen Fahrer aus Berlin und Brandenburg wurde eine Ordnungswidrigkeitenanzeige aufgenommen, da ihr Atemalkoholwert über 0,5 Promille lag. Bei einem weiteren Fahrer lag der Wert sogar über 1,1 Promille. Er musste seinen Führerschein abgeben.
Außerdem wurden bei dieser Komplexkontrolle 22 Verwarngelder, u.a. wegen überhöhter Geschwindigkeit und Verstoß gegen die Gurtpflicht ausgesprochen. Die Geschwindigkeit von fast 10000 Fahrzeugen ist am Wochenende an ca. 50 Kontrollstellen des Schutzbereiches Barnim gemessen worden. In 752 Fällen waren die Kraftfahrer zu schnell unterwegs.
Im Bereich des Schutzbereiches Dahme-Spreewald kontrollierten 164 Beamte an 95 Kontrollstellen ca.7000 Fahrzeuge und stellten dabei u.a. 520 Überschrei- tungen der zulässigen Höchstgeschwindigkeit fest. Doppelt so schnell wie er- laubt, war ein Fahrer auf der BAB 13 unterwegs. Er fuhr mit 120 km/h, obwohl die zulässige Geschwindigkeit auf 60 km/h begrenzt war. In zwei Fällen wird gegen die Kraftfahrer wegen des Verdachts des Fahrens unter Einfluss von Drogen ermittelt.
Im Schutzbereich OSL fertigten die Beamten im Ergebnis der Kontrollen 7 Ver- kehrsvergehens- und 166 Ordnungswidrigkeitenanzeigen. Außerdem wurden 780 Verwarngelder ausgesprochen. Hauptgründe waren auch in diesem Schutzbe- reich die Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit, Fahren unter Alkohol und Verstoß gegen die Gurtpflicht. 
Im Schutzbereich Cottbus/Spree-Neiße wurden von Freitag bis Sonntag mehr als 1700 Verkehrsordnungswidrigkeiten, darunter über 1400 Geschwindigkeits- verstöße festgestellt und sanktioniert.
Die Bediensteten im Schutzbereich Uckermark stellten bei den Kontrollen insge- samt 560 Verkehrsverstöße fest, davon 456 Kraftfahrer die zu schnell fuhren. Be- sonders eilig hatten es ein Kraftfahrer in Hindenburg bei Templin. Er fuhr inner- orts bei einer zugelassenen Geschwindigkeit von 50 km/h mit 103 km/h. Ein weiterer Autofahrer fuhr auf der BAB 11 auf einer 120-er Strecke mit 186 km/h.
Diese Ergebnisse des letzten Wochenendes verdeutlichen sehr eindrucksvoll, dass es notwendig ist, auf Raser und Drängler im Verkehr einen hohen polizei- lichen Überwachungsdruck auszuüben. Sie gefährden durch ihr rücksichtsloses Verhalten nicht nur ihr eigenes Leben sondern auch das Leben Unschuldiger und müssen konsequent zur Verantwortung gezogen werden.
Im Bereich des Polizeipräsidiums Frankfurt (Oder) werden daher auch weiterhin verstärkt Verkehrskontrollen durchgeführt.

12.2.04

SB OS / FF - Pressestelle 12.02.2004
Verkehrsunfallentwicklung im Schutzbereich - Traurige Bilanz
Nach vorläufigen Zahlen der Polizei starben in den ersten 11 Februartagen be- reits 11 Personen bei Verkehrsunfällen auf Brandenburgs Straßen; das waren 83,3 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Bei den Verletzten wurde ein Anstieg um 17 auf 230 (+ 8,0 Prozent) registriert.
Im Schutzbereich Oder-Spree/Frankfurt (Oder) ist die bisherige Bilanz 2004 nicht ganz so dramatisch. Aber allein 703 Verkehrsunfälle im Januar 2004 mit 65 zum Teil schwer verletzten Personen und einem Todesopfer sind nicht hinnehmbar.
Überwiegende Unfallursachen waren überhöhte/nicht angepasste Geschwindig- keit und leichtsinniges Überholen an unübersichtlichen Stellen bzw. vor Kurven. Von den 703 Unfällen im Januar sind allein 125 auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen. Alkohol und Nichtbeachten der Vorfahrt sind weitere Hauptun- fallursachen.
Kaum sind die Straßen nach ein paar Wintertagen wieder frei befahrbar, sind Raserei und Drängelei auf Brandenburgs Straßen wieder zu beobachten. So mussten die Beamten bei einer Geschwindigkeitskontrolle am Mittwochnach- mittag auf der Ortsverbindungsstraße zwischen Hangelsberg und Kienbaum auf einer mit 60 km/h beschränkten Strecke u.a. einen 24-jährigen Kraftfahrer aus Beeskow in seinem Golf mit 116 km/h messen. Ein Verkehrsunfall mit solcher Geschwindigkeit hätte schwere Folgen gehabt. Weitere 11 Kraftfahrer mussten an dem Tag von den Beamten wegen weit überhöhter Geschwindigkeit angehal- ten und zur Verantwortung gezogen werden.
Der Schutzbereich Oder-Spree/Frankfurt (Oder) und der Schutzbereich Märkisch -Oderland werden in den nächsten Tagen ihre Kräfte bündeln und gemeinsam Kontrollen an Schwerpunktorten durchführen, wobei hauptsächlich junge Kraft- fahrer im Fokus der Maßnahmen stehen werden. Die allgemeinen Verkehrskon- trollen werden in allen fünf Wachen des Schutzbereiches flächendeckend weiter durchgeführt, der leichte Rückgang der Verkehrsunfallzahlen 2003 gibt überhaupt noch keine Veranlassung, davon abzugehen.


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