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19.04.18

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Februar / März / April 2018

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Programmbeschwerde gegen ARD: "Systematische Dämonisierung Putins und anti-russische Propaganda"

Einen Angreifer gewaltlos ausschalten

Der Krieg gegen die arbeitende Bevölkerung

DER NACHRICHTEN ANDERE SEITE

Es ist Blödsinn, von einem "Rechtsstaat" zu sprechen, wenn das Recht dazu dient, die Gerechtigkeit zu betrügen.

JP

 „Welche Regierung würde es wagen, die politische Freiheit anzutasten, wenn jeder Bürger ein
Gewehr und fünfzig scharfe Patronen zu Hause liegen hat?“
MEW Bd. 21, S. 345. Fr. Engels

Meinst du, die Russen wollen Krieg?

Meinst du, die Russem wollen Krieg?
Befrag die Stille, die da schwieg
im weiten Feld, im Pappelhain,
Befrag die Birken an dem Rain.
Dort, wo er liegt in seinem Grab,
den russischen Soldaten frag!
Sein Sohn dir drauf Antwort gibt:

Meinst du, die Russen woll’n,
meinst du, die Russen woll’n,
meinst du, die Russen wollen Krieg?

Nicht nur fürs eig’ne Vaterland
fiel der Soldat im Weltenbrand.
Nein, daß auf Erden jedermann
in Ruhe schlafen gehen kann.
Holt euch bei jenem Kämpfer Rat,
der siegend an die Elbe trat,
was tief in unsren Herzen blieb:

Meinst du, die Russen woll’n…

Der Kampf hat uns nicht schwach gesehn,
doch nie mehr möge es geschehn,
daß Menschenblut, so rot und heiß,
der bitt’ren Erde werd’ zum Preis.
Frag Mütter, die seit damals grau,
befrag doch bitte meine Frau.
Die Antwort in der Frage liegt:

Meinst du, die Russen woll’n…

Es weiß, wer schmiedet und wer webt,
es weiß, wer ackert und wer sät –
ein jedes Volk die Wahrheit sieht:
Meinst du, die Russen woll’n,
meinst du, die Russen woll’n,
meinst du, die Russen wollen Krieg?
(Jewgeni Jewtuschenko)

19.4.18:
Gegen Völkerrecht und Meinungsfreiheit: Wie Heiko Maas sich erneut zum "NATO-Strichmännchen" macht
Außenminister Heiko Maas hat in kurzer Zeit und in zwei Ministerämtern zahlreiche juristische Prinzipien mit Füßen getreten. Er ist - gerade im Vergleich zu seinem Vorgänger Sigmar Gabriel - die wohl krasseste Fehlbesetzung des aktuellen Kabinetts.

30.1.18:
Russland unter Putin: Lebensqualität verdreifacht - Auslands
- verschuldung um 75 Prozent gesunken
Wladimir Putin wurde erstmals im Jahr 2000 zum russischen Präsidenten gewählt. Wir haben für Sie die Punkte zusammengeführt, die verdeut- lichen, wie sich die russische Wirtschaft in Zahlen ausgedrückt in der Zwischenzeit verändert hat.

25.1.18:
Bundesregierung relativiert Vernichtungskrieg gegen Sowjetunion und verweigert Stalingrad-Gedenken
Eine Anfrage an die Bundesregierung, ob diese den Überfall auf die Sowjetunion 1941 grundsätzlich als einen ver- brecherischen Vernichtungskrieg einordnet, verneint die Bundesregierung in dieser Form und verweist auf eine nötige "einzelfallbezogene" Beurteilung.

23.1.18:
Woher dieser Hochmut? Überlegenheitsgefühle gegenüber Russland sind wieder im Kommen
Woran liegt es, dass die Russophobie ein derart ungeniertes und erfolgreiches Comeback feiern darf? Der Hochmut gegenüber Russland nimmt immer besorgniserregendere Formen an. Gerade auch in Deutschland. Ein Beitrag von Ulrich Heyden.

6.1.18:
Politiker haben dreist gelogen: Dokumente beweisen Betrug bei der Osterweiterung der Nato
Von Peter Haisenko / Gastautor4. January 2018 Aktualisiert: 5. Januar 2018 13:28
Westliche Politiker haben gelogen: Neu veröffentlichte Dokumente zeigen detailliert, wer wann versprochen hat, die NATO nicht nach Osten zu erweitern. Eine Analyse von Peter Haisenko.


17.4.18 Lesen Sie hier demnächst:
Wie Menschen zu Bestien werden

(Eisenhüttenstadt/hn) Prof. Dr. Günter Morsch, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, eröffnete in Eisenhüttenstadt eine Ausstellung zu frühen Konzentrationslagern in der Provinz Brandenburg.
17.4.18

Durchweg hohe Zufriedenheit mit kommunaler Kindertagesbetreuung in Eisenhüt- tenstadt
(Eisenhüttenstadt/hn) Das Kommunale Netzwerk für Qualitätsmanagement in der Kindertagesbetreuung, ange- siedelt am Institut für angewandte Familien-, Kindheits- und Jugendforschung der Universität Potsdam, erteilte den kommunalen Einrichtungen für die Kindertagesbetreuung durchweg gute Noten für ihre Arbeit.
Dazu wurden im Vorfeld Eltern, Kinder und Erzieherinnen bzw. Erzieher zum Alltag in den Einrichtungen, dem Umgang miteinander und vielem mehr befragt. "Es ist alles super hier", "die Erzieherinnen sind ganz schön streng, aber sie spielen mit uns und machen Spaß" und "manchmal könnten sie etwas ruhiger bleiben" äußerte sich der Kindermund, der ja sprichwortgemäß die Wahrheit kund tut.


Eisenhüttenstädter Hort- und Kitaleiter trafen sich am Dienstag im Rathaus, um die hohe Qualität ihrer Arbeit bestätigt zu bekommen.

Die Gesamtzufriedenheit bei den Eltern liege bei 96%, die der Mitarbeiter/-innen sogar bei 98% - was beson- ders Projektkoordinatorin Eva Schmidtpeter freut. Seit über 10 Jahren beteiligt sich die Stadt am Qualitäts- management und ist damit eine der Gründungskommunen. Ursprünglich alle drei, nun alle vier Jahre endet ein Turnus der Qualitätsuntersuchung, nun erhielten Kindergärten und Horte ihre Zertifikate, die ihnen eine gute Arbeit in der Kinderbetreuung bescheinigen. Dabei werden Stärken und Entwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt, diese wiederum sind Arbeitsgrundlage für die nächsten vier Jahre. "Das Zertifikat beinhaltet ganz konkret eine Note, die von den Äußerungen der Kinder, Eltern und Mitarbeiter abhängt", erklärte Schmidtpeter, "aber auch unsere Beobachtungen gehen darin ein." Ganz wichtig sei dabei die Einschätzung des Umgangs zwischen Kindern und Fachkräften, respektvoll und wertschätzend müsse dieser sein, unter Einbeziehung von Bildungs- fragen. Kinder äußern sich dabei sehr gut und sicher darüber, ob sie sich in der Einrichtung wohl fühlen, ob sie in Kummersituationen oder Konflikten unterstützt werden und Spaß mit den Betreuerinnen und Betreuern haben, dies sei eine Voraussetzung für Freude am Lernen.
Erzieherinnen und Erziehern wird genau über die Schulter gesehen und ihre Fähigkeit im Umgang mit Konflik- ten, auch unter ungünstigen oder schwierigen Bedingungen, beurteilt. Eine gute Resonanz findet das Quali- tätsmanagement auch bei den Eltern, von denen viele daran mitarbeiten. So kann zum Beispiel Beschwerden schnell nachgegangen und die Lösung von Problemen herbei geführt werden.
"Wir sind immer ganz begeistert, dass Kommunen sich so engagieren", sagte Eva Schmidtpeter, "das wird zwar vom Gesetz verlangt, und das, was Eisenhüttenstadt hierbei macht, ist ganz vorbildlich, wofür wir ganz dankbar sind."

16.4.18

Bürgermeister verlängerte Mandat des Stadtwehrführers
(Eisenhüttenstadt/hn) Norbert Manteufel wurde am Montag zum zweiten Mal in Folge zum Stadtwehrführer ernannt. Aus den Händen von Bürgermeister Frank Balzer erhielt der die Urkunde, die sein Mandat für die nächsten sechs Jahre festschreibt.


Dienstvorgesetzte Martina Harz gratulierte dem alten und neuen Stadtwehrführer zu seiner Berufung.

Nach bereits ersten sechs Jahren in diesem Amt stimm- ten Manteufels Kameraden einstimmig für dessen weitere Tätigkeit als Stadtwehrführer. Dieses Ergebnis, so der Bürgermeister, sei ein Zeichen dafür, dass Nor- bert Manteufel das uneingeschränkte Vertrauen seiner Feuerwehrkameraden besitzt. "Entsprechend der Richtlinie zur Bestellung des Wehrführers der Freiwil- ligen Feuerwehr Eisenhüttenstadt übergebe ich Ihnen nach der Anhörung der Führungskräften der Freiwilligen Feuerwehr die Bestellungsurkunde und wünsche Ihnen in Ihrer Arbeit viel Erfolg", sagte Balzer mit Verweis darauf, dass er sich über eine gute Zusammenarbeit freue.  Erste Gratulantin nach der Berufung war Manteufels Dienstvorgesetzte Martina Harz, Fachbereichsleiterin 

Ordnungsverwaltung und Bürgerservice. Sie brachte ihre Freude über eine weitere gute Zusammenarbeit zum Ausdruck.
"Ich freue mich sehr", erklärte Norbert Manteufel, "das ist ja auch immer wieder eine Anerkennung durch die Kameraden, die mir das Vertrauen aussprechen. Es ist eine tolle Sache und zeigt, dass wir als Feuerwehr auf dem richtigen Weg sind." Ganz wichtig sei für ihn, dass in den vergangenen Jahren die Mitgliederzahl stabilisiert werden konnte und dass hinsichtlich der Technik entscheidend nachgelegt wurde. Gegenwärtig werde auf Digitalisierung und moderne Ausrüstung umgestellt. Auch die Städtepartnerschaft mit Saarlouis werde nach wie vor gepflegt, ebenso wie die Kontakte zu den Partnerfeuerwehren in den umliegenden Amtsgemeinden und der Werkfeuerwehr von Arcelor Mittal. Für die vor ihm liegende Amtsperiode wünscht er sich, dass alle Kameraden immer gesund von ihren Einsätzen zurück kommen und dass alles weiterhin so gut läuft: "Es kann alles so bleiben, dann ist es schon gut."

14.4.18

Kunterbunt, grell und das Auge provozierend
(Eisenhüttenstadt/hn) Seit dem 14. April und noch bis zum 3. Juni ist in der Galerie des Städtischen Muse- ums die Autorenausstellung "Transformator" des Berliner Malers Marc Taschowsky zu sehen. Arbeiten des 1972 in Frankfurt/Main geborenen Künstlers sind seit 2001 in vielen Einzel- und Gruppenausstellungen vertre- ten, nun auch in Eisenhüttenstadt.


Marc Taschowsky vor seinem Gemälde "Monster" im Ge- spräch mit der Einsenhüttenstädter Kunstlehrerin Helga Lappe.

"Ich freue mich, dass Mark Taschowsky hier ausstellt", begrüßte Museumsleiter Hartmut Preuß die Gäste, darunter dessen Partnerin Susanne Maurer, ebenfalls Malerin, der Potsdamer Kunstwissenschaftler Thomas Kumlehn, der die Laudatio hielt sowie den Maler Karl- Heinz Scharf und Fritz Schmidt (Die Linke), Abgeord- neter im Kultusausschuss. Bereits vor einigen Jahren habe Taschowsky angeboten, in Eisenhüttenstadt auszustellen, nun sei es soweit. Es sei einzigartig, stellte Kumlehn fest, wie es Marc Taschowsky im Zeitalter der medialen Vervielfältigung durch Fotografie, Fernsehen und anderen Medien gelingt, Porträts von Politikern, Showstars und anderen in die Malerei zu überführen. Was in den Medien blitzschnell verbraucht und vergessen wird, wird durch die Malerei ein zeitloses, langlebiges Kunstwerk.

Taschowsky adaptiere und transformiere die Bildvorlagen der Massenkultur, die ihm begegnen, er male die einzelnen Porträts, als wären es Modelle und Aufträge, nur dass Donald Trump und Pittiplatsch in seinem Atelier in Wirklichkeit nicht aufgetaucht sind. Seine Kunst ist inspiriert durch die Alltagswahrnehmung in der Großstadt. "Graffitis in der U-Bahn, Kinowerbung für einen amerikanischen Film oder einen japanischen Animee, TV-News in der Straßenbahn, Schaufensterpuppen eines Fashion-Stores, Auslagen im Schaufenster eines Comic-Shops beeinflussen Taschowskis Arbeiten", sagte der Laudator.
"Manches finde ich sehr interessant und gekonnt, anderes ist mir einfach zu grell", erklärte der Maler Karl- Heinz Scharf, "ich liebe eher das Ruhige, aber es wird vielen Besuchern gefallen. Das liege an der heutigen Zeit, die sowieso etwas grell ist, und angesichts der Situation könnte könnte man nur noch ganz grell malen." Ihm fehle es bei der großen Farbenvielfalt etwas an Inhalt, um im Gehirn etwas auszulösen, das sei aber sicher nicht die Aufgabe, die der Künstler sich gestellt hat, gewesen. Hinsichtlich der politischen Weltsituation sei ihm alles jedoch etwas zu lustig, zu "hallochen". Romy Dubral, Kunstlehrerein am Rouanet-Gymnasium in Beeskow, bestätigte die Empfindungen von Karl-Heinz Scharf, auch ihr fehle inhaltliche Tiefe, aber hinsichtlich des Effekts, des Popart- und YouTube-mäßigen ist es eine Ausstellung, die vor allem junge Leute anspricht. Mit seinen komplementären und collagenartigen Farbeffekten zeige Marc Taschowsky jedoch viel Experimen- tierfreude, die auf jeden Fall einen Aha-Effekt hervor ruft.

4.4.18

Erinnerungen an den verlassenen Ort Schiedlo
(Ratzdorf/hn) An der Historie der Region interessierte Bürger sind eingeladen, am Freitag, dem 20. April um 19 Uhr in das Heim der Gutshof-Freunde, Mündungsweg 14 zu kommen, wo zwei interessante Vorträge die wechselvolle Geschichte des vor hundert Jahren aufgegebenen Dorfes Schiedlo am Oderbogen beleuchten. Dabei spielen sowohl geschichts- als auch literaturwissenschaftliche Aspekte ein Rolle.


Die Überreste des vor 100 Jahren aufgegebenen Dorfes Schiedlo sind heute vollständig von Gebüsch überwuchert.

Im ersten Vortrag informiert Prof. Grzegorz Podruczny, Historiker am Collegium Polonicum, über seine For- schungen zur Militärkulturlandschaft der Oder-Neiße- Mündung. In der frühen Neuzeit zog Schiedlo mehrfach die Aufmerksamkeit des Militärs auf sich, schwedische Truppen kamen im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648), sächsische im Großen Nordischen Krieg (1700-1721). August der Starke (1670-1733), Kurfürst von Sachsen und König von Polen, errichtete in Schiedlo eine Fest- ung, von der heute noch Fragmente zu finden sind.
Im zweiten Vortrag nimmt Dr. Marte Bakiewicz, ebenfalls vom Collegium Polonicum, eine Interpretation des Romans "Mit der ewigen Oder" von Annette Krone vor, dessen Handlung in Schiedlo spielt.

Schiedlo (poln. Szydłów) ist heute eine Wüstung auf dem Gebiet der Gemeinde Cybinka /Ziebingen) in Polen und gehört zum Landschaftsschutzgebiet Krzesin (Krzesiński Park Krajobrazowy). Das Dorf befand sich gegenüber von Ratzdorf und der Neißemündung am Ostufer der Oder und war der einzige Niederlausitzer Ort auf dieser Flussseite. Von 1249 an gehörte Schiedlo zur Lausitz, 1316 oder 1319 erwarb das Kloster Neuzelle die Burg und das Dorf. Einige Häuser waren auch nach der Aufgabe 1918 bewohnt, heute sind die Reste der Gebäude komplett von Sträuchern überwachsen.
Der Unkostenbeitrag für die Teilnahme an der Veranstaltung beträgt 2 Euro.

2.4.18

Großes Konzert zum 20jährigen Chorjubiläum
(Eisenhüttenstadt/hn) Die über die Grenzen der Stadt hinaus bekannte Gesangsgruppe der Spätaussiedler- frauen "Kontrast" lädt anlässlich seines 20jährigen Bestehens am Freitag, dem 20. April um 17 Uhr zu seinem Jubiläumskonzert in das Evangelische Gemeindezentrum in der Robert-Koch-Straße ein. Der Einlass beginnt um 16.30 Uhr.


Noch immer haben die Sängerinnen des Chores "Kontrast" vor ihren Auftritten Lampenfieber.

Noch sehr gut erinnert sich Tatjana Wagner daran, wie der Chor entstand. Neu in Deutschland angekommen und noch nicht so richtig Fuß gefasst habend, trafen sich die Frauen einmal wöchentlich zu Tee und Kaffee, um miteinander zu reden und zu feiern. Dabei wurde natürlich auch viel gesungen, Lieder aus der zurück gelassenen Heimat festigten das Gefühl der Zusammen- gehörigkeit.
Tatjana Wagner, die bereits zu DDR-Zeiten in Eisenhüttenstadt lebte und als Russischlehrerin arbeite- te, konnte mit so manchem Tipp das Einleben in die andere Gesellschaft erleichtern, wurde so zum Mittel- punkt der Frauengruppe. "Anfangs gab es je zwei Grup- pen, die sich trafen und gemeinsam sangen", erinnert sie sich,
"doch zog es viele der neu Angekommenen 

weiter in Richtung Westen, wo bereits Familienangehörige oder Verwandte wohnten." Bald kam es zu ersten Auftritten, denen weitere Einladungen zu Geburtstagen und anderen Feiern folgten. Gesammelt hat Tatjana Wagner alles, was über die Gruppe in den Zeitungen erschienen, darunter Berichte über Auftritte zum Stadt- fest, im Friedrich-Wolf-Theater, und bis zu seiner Auflösung waren die Sängerinnen auch Mitglieder im Stadtverband der Kulturellen Vereine. 
Das Repertoire der Gruppe Kontrast umfasst heute ca. 80 Lieder, der größte Teil davon in russischer Sprache, aber es sollen weitere deutsche hinzu kommen. Das Spektrum reicht dabei von der Klassik - Lermontow, Puschkin - über russische und deutsche Volkslieder bis hin zu neuzeitlichem russischem Liedgut.
Gern erinnert sich die Chorchefin an die gemeinsamen Auftritte mit dem Volkschor und die Arbeit mit Peter Lein, den sie als professionell, aufrichtig und freundlich in Erinnerung hat.
Noch immer werden die gegenwärtig acht Sängerinnen von Lampenfieber gepackt, bevor es auf die Bühne geht, und die 78jährige Tatjana Wagner würde die Leitung der Gruppe gern an eine junge Sängerin abgeben, schließlich seien ja ein paar 40jährige dabei.


27.3.18

Transgender im Alltag diskriminiert
(Eisenhüttenstadt/hn) Zum Thema "Du kannst alles sein..." luden das Stadtteilbüro offis und der Verein Frauen für Frauen kürzlich zu einer Veranstaltung über sexuelle Vielfalt und Homophobie in die Kleine Bühne ein. Begonnen hat die Veranstaltung mit der Vorführung des Films "Mein Sohn Helen", der das Schicksal und die Probleme eines Jugendlichen beschreibt, der lieber ein Mädchen wäre.


Felicia Grauel hielt die Odyssee ihrer Geschlechtsumwandlung in einem Fotoalbum fest. Rechts: Jirka Witschak von der Pots- damer Beratungsstelle "Rat und Tat".

Noch immer gibt es in weiten Teilen der Bevölkerung Ablehnung und Vorbehalte gegenüber Menschen, die als Schwule oder Lesben gleichgeschlechtlich orientiert sind, noch schwerer haben es aber jene, die gemeinhin als Transgender bezeichnet werden. Das sind Men- schen, die sich als im falschen Körper geboren fühlen. Obwohl die Wissenschaft inzwischen heraus bekommen hat, dass ca. acht Prozent der Bevölkerung einer jeden Generation sich zum gleichen Geschlecht hingezogen fühlen, was keinesfalls durch Erziehung oder andere äußere Einflüsse willkürlich herbeigeführt, sondern auf eine zufällige Genkombination im Embryonalstadium zurück geführt wird.
Haben sie es schon schwer, im Alltag akzeptiert zu werden, ist die Lebenssituation Transsexueller noch viel dramatischer. Drei bis fünf Prozent der Menschen sind transsexuell,
und wer sich diesbezüglich zu erkennen 

gibt wie der Gast des Nachmittags Felicia Grauel, die früher Felix hieß, wird trotz vieler Möglichkeiten der Information von der Umwelt häufig geächtet. Als Felix führte sie ein ganz normales Leben, zeugte vier Kinder und verspürte im Alter von 52 Jahren ein plötzliches "Umschalten" im Gehirn, von da an wollte sie nur noch als Frau leben. Offen berichtete Sie, was dann folgte, eine Odyssee der Gefühle und durch medizinische Einrichtungen. Die Familie hielt zu ihr.
Welche biochemischen Prozesse sich bei diesem "Umschalten" abspielen ist der Wissenschaft noch immer ein Rätsel, fest steht aber, dass diese Menschen nichts dafür können. "Es war wie in Blitz im Kopf", sagte Felicia, "und es kann jeden treffen." Akzeptierte die Familie diese Veränderung, stieß sie in Beruf und Umfeld auf teilweise massive Ablehnung, Diffamierung und Aggressivität, verlor ihre Arbeit als Erzieherin und findet trotz sechzehn spezieller Qualifizierungen im Erziehungsbereich keine Arbeit. Sie würde gern in einem Kindergarten arbeiten, muss jedoch von Hartz IV leben. Die Techniker Krankenkasse verweigerte ihr eine die Gesundheit herstellende Herzoperation, forderte, sie solle erst eine 18monatige Psychotherapie durchlaufen. Drei Herzinfarkte überlebte die inzwischen 58jährige. "Überall werden Erzieherinnen gesucht", so Felicia, "aber wer sich als transgender outet, ist stigmatisiert, obwohl jeder die Möglichkeit hat, sich das Wissen darüber zu verschaffen." Sie kritisierte besonders, dass sich viele Entscheidungsträger und Mitarbeiter von Verwaltungen nicht die Mühe machen, sich zu informieren.

Vor 12-18jährigen Jugendlichen sprach Felicia Grauel über Akzeptanzprobleme gegenüber Transgendern.
 
Nach dem Film beantworteten Felicia Grauel, Jirka Witschak, Elisabeth Schwarzenberg und Melanie Göbel die Fragen der Jugendlichen Gäste.

Nach dem Film hatten die jugendlichen Gäste die Möglichkeit, ihre Fragen an Felicia Grauel, Jirka Witschak von der Potsdamer Beratungsstelle "Rat und Tat", Elisabeth Schwarzenberg vom Frauenhaus und Melanie Göbel vom Stadtteilbüro offis zu richten.

25.3.18

Tolle Angebote für die Osterzeit
(Neuzelle/hn) An den kommenden Ostertagen und auch noch in der Zeit danach gibt es in Neuzelle vieles zu entdecken. Im Mittelpunkt steht natürlich das Osterei, von dem viele Exemplare in Ausstellungen im Strohhaus und Bauernmuseum zu finden sind.


Viel Interessantes erfuhren die Wanderfreunde von Edwin Keller über das Gestalten von Ostereiern.

Ostereier aus der Sammlung des Ehepaares Keller zieren die Vitrinen im Bauernmuseum.

Zu jenen, die viele ihrer über 3000 gestalteten Ostereier ausstellen, gehört das Ehepaar Keller aus Neuzelle, das sich seit Jahrzehnten mit Sammeln und Gestalten dieser Kunstwerke beschäftigt. Edwin Keller (80) demon- strierte kürzlich im Bauernmuseum vor den Mitgliedern der 7. Eisenhüttenstädter Seniorenwanderschaft die Kratztechnik als Gestaltungsmittel, das besonders für Anfänger geeignet ist. "In unserer Ausstallung präsen- tieren wir ein Unzahl von Techniken", so Keller, "uns selbst hat es gepackt, als wir 1960 den Spreewald besuchten." Damals seien die Verfahren noch sehr viel einfacher gewesen. Das Steckenpferd der Kellers sprach sich schnell herum, so dass Geschenke von Freunden die entstehende Eisersammlung auch mit ausländischen Exemplaren vergrößerten. Nach der Wende hielten sie dann auch weltweit Ausschau und konnten dabei einzigartige Exemplare erwerben.
Auch im Strohhaus, das am vergangenen Wochenende seinen Frühlingsmarkt veranstaltete, sind die Kellers in der Ausstellung vertreten. Besucher konnten ihnen beim Verzieren auf die Hände schauen und selbst mitmachen. Dazu kamen Händler aus der Region, die ihre Waren feil boten, darunter auch die Hofkäserei Schallmea aus Drehnow bei Peitz mit leckeren Kuhmilchprodukten.
"Das ist unsere erste Aktion nach der Winterpause", sagte Strohhaus-Vereinsvorsitzender Lutz Schimke, "nun verdienen wir unser erstes Geld zur Finanzierung des Vereins in diesem Jahr." Begeistert von der Aus- stellung zeigte sich die Neuzellerin Hannelore Materne, die mit Enkeltochter Marie zum Strohhaus kam. "Es ist wunderschön, die Familie Keller gibt sich soviel Mühe, den Kindern das Handwerk beizubringen", sagte sie, "dabei bekommt sie Unterstützung von Familie Krüger aus Ziltendorf." Mit gespitzten Ohren lausche Marie den Erklärungen und sah sich genau an, wie aus Taubenfedern kleine Werkzeuge zum Gestalten der Eier hergestellt werden. Von beiden Familien bekam sie so manchen tollen Ratschlag für ihr Hobby.

Die Familien Keller und Krüger zeigten, wie Ostereier gestaltet und die dazu erforderlichen Werkzeuge hergestellt werden.

Angela Diener aus Schwerzko stellte wieder wundeschöne Malereien, Dekoration und Kunstkarten aus, führte so manches nette Gespräch. Das Malen ist für sie ein toller Ausgleich zu ihrer Arbeit in einer Arztpraxis, wo sie den ganzen tag mit kranken Leuten zu tun hat. Dorothee André aus Potsdam war mit ihrer Familie zum ersten Mal in Neuzelle, war überrascht, wie schön es hier ist. "Es hat uns wirklich umgehauen, als wir das erste mal im Stift waren", sagte sie, "und wir sind heute gleich noch mal gekommen."

Die Katholische Kirche ist geöffnet: Karfreitag: 14.00 – 14.45 Uhr , Karsamstag: 14.30 – 16.00 Uhr , Ostersonntag: 11.00 – 12.00 Uhr und 14.00 – 16.00 Uhr , Ostermontag: 11.00 – 12.00 Uhr und 14.00 – 16.00 Uhr .
Das Himmlische Theater, der Kreuzgang, die Besucherinformation und der Klostergarten sind Karfreitag bis Ostermontag von 10.00 – 18.00 Uhr für Besucher zugänglich. Das Bauernmuseum öffnet am Dienstag nach Ostern wieder seine Pforte.
24.3.18

Ahnungslose trafen auf Bockwürstchen
Frühjahrsturnier der Volleyballer
(Eisenhüttenstadt/hn) Hoch her ging es kürzlich in der Inselhalle, wohin die "Zugvögel" Freunde aus der Re- gion zum traditionellen Frühjahrsturnier eingeladen hatten. 
"Wir veranstalten heute unser 17. Frühlings-Volleyballturnier für Freizeitsportmannschaften", erklärte Ralf Koß, Mitglied der Mannschaftsleitung des Teams "Zugvögel" und Mitorganisator des Wettbewerbs. 12 Mannschaf- ten aus der Region reisten an, um nach den Wintermonaten wieder in die Gänge zu kommen, nicht nur zum Spiel, sondern auch zum zünftigen Sportlerball, der den Tag in der Inselgaststätte ausklingen ließ.

"Im langen Winter ruhten in vielen Mannschaften die sportlichen Aktivitäten", so Koß, "nun starten wir mit Schwung in den Sommer hinein." Die Inselhalle biete dazu ideale Voraussetzungen und 17 Jahre Frühlings- turnier der Zugvögel sprächen für sich. 
Vor Beginn der Spiele wurden die Gruppen ausgelost, gespielt wurde in mehreren Runden, bis die Sieger fest standen. "Eigentlich gewinnen ja alle", sagte Ralf Koß, "wie es beim Sport so üblich ist, ob beim Boxen, Fußball oder Tischtennis." Er freute sich besonders darüber, dass die Fünfeichener Firma Burisch die Siegerpokale stiftete, diese seien ein zusätzlicher Anreiz für die Teilnahme, und er sähe es gern, wenn zum 18. Turnier im nächsten Jahr weitere Mannschaften hinzu kämen. Schließlich seien die Voraussetzungen hier sehr gut, die Hallenwarte seien freundlich und hilfsbereit, und Eisenhüttenstadt verfüge über ein großes Angebot an Sporthallen. Trotzdem hoffen Koß und seine Sportfreunde auf die Politik und würden sich freuen, wenn die teilweise gefühlt hohen Nutzungs- 

gebühren noch einmal überdacht werden, was die Gewinnung neuer Mitglieder für alle Sportvereine erleichtern würde.
Am Ende des Turniers konstatierte Ralf Koß eine sehr hohe Leistungsdichte, in manchen Entscheidungen sei es zum Schluss um zwei bis drei Punkte Unterschied gegangen, und auch der Vorjahressieger Rot-Weiß Frankfurt (Oder) landete diesmal nur knapp auf dem 2. Platz hinter den "Ahnungslosen" aus Eisenhüttenstadt, Dritter wurde der SV 49 Fünfeichen die weiteren Plätze belegten Gehupft wie Gesprungen, Partyfüchse, Sechs Freunde und ein Ball, Elchkälber, Ziltendorfer Elche, Florian, Zugvögel, Blockwürstchen und. Kämpferherzen.

23.3.18

Helferkreis berichtete über seine Arbeit
(Neuzelle/hn) Kürzlich hatte der Helferkreis der Kirchengemeinde Möbiskruge zu einem Informationsabend in das evangelische Gemeindehaus eingeladen. Dietmar Brummack, Organisator des Helferkreises, berichtete über dessen Geschichte, die im Jahr 1994 mit dem damaligen Möbiskruger Pfarrer Christoph Kurz begann.

Dank der Spenden vieler Menschen konnten die Wohn- und Schlafräume der Behinderten schön gestaltet werden.  Im direkten Kontakt mit den Behinderten konnten die Helfer sich von der Wirksamkeit ihrer Unternehmung überzeugen. Dr. Labady, ehemaliger Direktor des Heimes (stehend), Hockend Bernd Hoffmann (li.) und Peter Jansen.

Nach dem Ende des durch die NATO geführten Balkankrieges, der den Zerfall Jugoslawiens zur Folge hatte, fuhr Kurz mit einem Potsdamer Hilfstransport in das Kriegsgebiet und beschloss danach, auch mit seiner Kirchengemeinde Hilfe zu leisten. Es dauerte nicht lange, bis Mitstreiter gefunden waren und ein Spenden- aufruf ein unerwartetes Echo in der Bevölkerung der Region fand. Kirchengemeinden in der Umgebung und Unternehmen erklärten sich bereit, als Spendensammelstellen mitzumachen, und die Familie Krüger aus Kobbeln übernahm das Durchsehen und Sortieren der Hilfsgüter. So führten 1995 jeweils im Frühjahr und im Herbst die ersten Transporte nach Kroatien statt, 12 bis 14 Kleintransporter gingen auf die Reise, jeder mit zwei Fahrern besetzt. Recht abenteuerlich gestaltete sich dieses Unterfangen, nach einem finanziellen "Kompromiss" zur beschleunigten Abfertigung an der slowakischen Grenze kam der Transport am Abend des ersten Tages in der kroatischen Stadt Varazdin an. Das Quartier wurde in einer ehemaligen Kaserne aufge- schlagen, die von den 1000 Mann Besatzung geräumt worden war, um 4000 Kriegsflüchtlingen Platz zu machen. Die 25 Helfer mittendrin. Da es sich zeigte, dass diese Flüchtlinge gut versorgt waren, besuchten die Helfer am nächsten Tag ein Bahnhofsgelände, auf dem mehrere hundert Flüchtlinge in Transportwaggons untergebracht lebten. Eine kroatische Familie, die wegen ihres zerschossenen Hauses in den Hühnerstall umgezogen war, lud die weit Gereisten später zu Bohnensuppe aus einem großen Kessel ein. Die für den nächsten Tag geplante Weiterfahrt nach Pakrac musste einen Umweg nehmen, weil an der vorgesehenen Strecke nachts wieder geschossen worden war.

Beim Beladen der Fahrzeuge packen alle mit an. Die Helfer können sich in jedem Jahr davon überzeugen, dass die Kinder und Jugendlichen liebevoll betreut werden

Nachdem sich die Lage in Kroatien gebessert hatte, kam ein Kontakt zwischen dem damaligen stellvertreten- den Transportleiter Uwe Krüger und dem ungarischen Roten Kreuz Kaposvar zustande, der zum Kontakt mit dem Heim für schwer- und schwerstbehinderte Kinder und Jugendliche in Barcs führte, das seit 1997 Ziel der Hilfstransporte ist.
Dietmar Brummack erinnerte in diesem Zusammenhang auch an gestorbene Mitglieder des Helferkreises. So gibt je eine Gedenktafel am Gebäude des Heimes für die ehemaligen Transportleiter Uwe Krüger aus Kobbeln und Peter Jansen aus Storkow, aber auch die Namen von Dieter Metze aus Müllrose und Bernd Hoffmann aus Eisenhüttenstadt werden mit der Geschichte des Helferkreises verbunden bleiben.

21.3.18

Schockierendes vom Schlachtfeld Schule
(Eisenhüttenstadt/hn) Einen Theaterabend, der so schnell nicht vergessen wird, gestalteten kürzlich die Teilnehmer des Kurses "Darstellendes Spiel" (DS) des Albert-Schweitzer-Gymnasiums. In der Aula der Schule ging es im ersten Teil um den Rauswurf einer Lehrerin durch die Eltern, die ihr die Schuld an schlechten Zensuren ihrer Kinder gaben, nach der Pause folgte das Schockerlebnis für die Zuschauer, die miterleben mussten, wie aus einer fixen Idee ein grässliches Verbrechen wurde.


Die Lehrerin muss weg, sie ist schuld an den schlechten Noten.



Außer Kontrolle geraten - von der Idee zum Verbrechen.

Sehr gut stellten die Spieler dar, wie in der Dynamik der Gruppe schließlich jegliche Kontrolle verloren ging, bis zur Vergewaltigung einer Schülerin, die dazu führen sollte, das Passwort für das Online-Klassenbuch von der Lehrerin zu erpressen, um die Noten der Matheklausur zu ändern.
 
"Unsere zwei DS-Kurse haben sich in diesem Jahr entschieden, die Problematik Schule näher zu betrach- ten", erklärte Fachlehrerin Heike Steinhagen, "die Zwölftklässler haben im Moment eine hohen Leistungs- druck, und das Spiel hat für sie eine hohe Aktualität." Dieser Leistungsdruck nehme immer mehr zu, und viele Schülerinnen und Schüler verkraften das nicht mehr so ohne Weiteres, denn jedes Fach stelle hohe Anforder- ungen. Aber auch die Schüler legen an sich selbst hohe Maßstäbe, um den begehrten Studienplatz zum Beispiel in der Medizin zu bekommen. Dabei komme es häufig zu psychosomatischen Problemen, die nun in zwei Einzelfällen auf der Bühne thematisiert wurden. Ein großes Problem liege dabei in den unterschiedlichen Moralvorstellungen und Werten, die in der Schule und im täglichen Leben propagiert werden, und die zum Teil zu erheblichen inneren Konflikten führen. Damit umzugehen ist schwierig und hänge von den Schülern ab, und es sei ein generelles Umdenken im System Schule notwendig, um die sich verschärfenden Probleme zu lösen.
 
"In der ersten Klasse kommen die Kinder zumeist sehr glücklich in die Schule", so Steinhagen, "und in der Zwölften brechen viele zusammen, weil der Druck nicht mehr verkraftbar ist." Dabei ist die emotionale Gesund- heit der Schüler wichtig, denn die ist Voraussetzung für den Spaß am Lernen und damit für einen geradlinigen Weg ins Leben.

"Wir zeigen in unseren Stücken auf, welchen Stress wir haben", sagte Valentin Franze. Die Belastung mit den Hausaufgaben, den Lehrern und auch Eltern, die Ohnmacht der Schule und die Verzweiflung der Schüler im Abiturstress flossen in die selbst geschriebenen Stücke ein. 
Dabei konzentriert sich das erste Stück auf die Rolle der Eltern in der Konfrontation mit den alltäglichen Problemen, die Schuld an schlechten Noten wurde der Lehrerin zugeschrieben, die gezwungen werden sollte, die Klasse abzugeben, während das zweite Stück eine Darstellung aus der Sicht der Schüler ist, fügte Richard Werner hinzu.

20.3.18

Brandenburger Ministerrunde und Bischöfe tagten gemeinsam in Neuzelle
(hn) Die 750-Jahr-Feier des Klosters Neuzelle wirft ihre Schatten voraus. Am Dienstag traf sich das Branden- burger Kabinett auf Einladung katholischer Würdenträger zu einer gemeinsamen Sitzung im Kloster Neuzelle. Von Seiten der katholischen Kirche nahmen Wolfgang Ipolt, Bischof des Bistums Görlitz, und Heiner Koch, Erzbischof des Erzbistums Berlin, am Treffen teil.

Die Ministerrunde und Vertreter der katholischen Kirche bei der Besichtigung der Kirche St. Marien. Kulturministerin Martina Münch, Erzbischof Heiner Koch, Ministerpräsident Dietmar Woidke und Bischof Wolfgang Ipolt informierten über die Schwerpunkte und Ergebnisse der gemeinsamen Beratung.

"Dieses Jubiläum zeigt, wie reich die Brandenburger Geschichte ist", sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke, "wir wollen drüber reden, wie sich dieses gesamte Ensemble in den letzten Jahren entwickelt hat." Das Land habe dabei viel Unterstützung gegeben, zum Beispiel bei der Sanierung der Bausubstanz und der Einrichtung des Himmlischen Theaters. Mit Vertretern der katholischen Kirche wurde nun beraten, wie die künftige Arbeit weiter gehen soll. Gemeinsam wollen Land und Kirche dafür sorgen, dass die wieder einziehenden Mönche gute Bedingungen antreffen, dafür werde das ehemalige Kanzleigebäude renoviert. Alles zusammen soll die Region touristisch noch attraktiver machen, zeigen, dass die barocke Pracht nicht nur in Bayern zuhause ist. "Dies ist die bayerischste Kirche, die in Brandenburg steht", so der Ministerpräsident, "und ich habe vor, Horst Seehofer mal hierher einzuladen, er wird ziemlich staunen."
Hinsichtlich der Zukunft der Lausitz stand auch der Strukturentwicklungsplan auf der Tagesordnung der Mini- sterrunde. Die Kirchen hätten das Land diesbezüglich massiv unterstützt, besonders in Fragen der Zusam- menarbeit im sozialen Bereich, im Betrieb von Schulen und Kindergärten sowie in der Gesundheitsversorgung der Menschen, besonders der Altenpflege. Doch auch die evangelische Kirche leistet hervorragendes, hob Woidke hervor, nun werden die Rahmenbedingungen für die Arbeit in den nächsten Jahren abgesteckt.
In der Mittagspause führte Norbert Kannowsky, Geschäftsführer der Stiftung Stift Neuzelle, die Gäste durch die Klosteranlage, wobei Bischof Iplot den Part der Kirchenführung übernahm. Beeindruckt zeigten sich die Ministerinnen und Minister vom Himmlischen Theater, das unterhalb des Weinberges seine Heimstatt fand.
"Wir hatten heute eine sehr lange Tagesordnung", fasste Ministerpräsident Woidke zusammen. Zu den Wichtigsten gehörten die weitere Gestaltung der Pflege, Fragen der Bildung, die durch die katholische Kirche geleistet wird und die Herausforderungen im Gesundheitswesen insgesamt. Aber auch Probleme der Landesplanung und des öffentlichen Nahverkehrs wurden erörtert, ebenso wie der Staatsvertrag mit der Kirche.
Erzbischof Koch bestätigte die sehr guten Kontakte zur Brandenburger Landesregierung und die erfolgreiche Zusammenarbeit im Flüchtlings-, Sozial- und Bildungsbereich. Dafür bedankte er sich und stellte fest, dass die Beziehungen "nicht nur irgendwie hoch gehalten werden", sondern qualitativ weiter entwickelt werden sollen. Ihn bewege aber auch die Sorge um die ländlichen Gebiete mit ihren langen Wegen und den dadurch entstehenden Schwierigkeiten, hier seien neue Ideen zur Förderung des Lebensraumes gefragt. 
Bischof Ipolt bezeichnete die Neuzeller Begegnung zwischen Landesregierung und Kirche als schöne Erfahrung und würdigte die Arbeit der Stiftung in der Vorbereitung und Durchführung des Festjahres, das unter dem Motto "Dem Himmel nah" steht.

20.3.18

Autohaus Böhmer ist erreichbar
(Eisenhüttenstadt/hn) Seit dem Baubeginn in der Oderlandstraße hörte Autohaus-Inhaber Peter Böhmer von seinen Kunden und Lieferanten immer wieder, sie können Werkstatt und Geschäft nicht erreichen. Einen Niederschlag fand dies auch im Rückgang der Umsätze, so dass Böhmer, der kürzlich über hunderttausend Euro in neue Technik investierte und einen weiteren Mitarbeiter einstellte, sich mit dem Gedanken an Entlassungen beschäftigte. Darüber hinaus stellte er fest, dass immer nur ein kleine Truppe von Straßen- bauern zugegen war, für ihn unverständlich, denn so ein Straßenbau müsse so organisiert sein, dass er zügig voran geht. Seit 1992 betreibt Peter Böhmer sein Autohaus in der Oderlandstraße und hat vor Ort acht Mitarbeiter beschäftigt.


Heike Reschke, Jörg Kanig, Peter Böhmer und Diana Böhmer (v.l.n.r.) trafen sich am Dienstag, um Probleme des Autohauses im Zusammenhang mit dem Straßenbau einer Lösung zuzuführen.

Um die entstandenen Probleme zu klären und zu einer schnellen und konstruktiven Lösung zu kommen, fand am Dienstag ein Gespräch zwischen den Beteiligten statt, an dem neben Peter und Diana Böhmer Heike Reschke, Verantwortliche für die Baumaßnahme in der Stadtverwaltung und Jörg Kanig, zuständiger Bauleiter der Firma Oevermann teilnahmen. Jörg Kanig erläuterte den technologischen Ablauf der Straßenbaumaßnahme, mit Hinweis darauf, dass er, trotz einigen Spielraumes seinerseits, an die Vorgaben des Auftraggebers gebun- den ist, denn diese wären vertraglich geregelt. "Für uns ergibt sich ein Problem mit der Ausschilderung an der Kreuzung Oderlandstraße - Glashüttenstraße" sagte Diana Böhmer, "diese ist für unsere Kunden nicht optimal." Es sei nicht erkennbar, dass in die Oderland-

straße eingefahren werden kann, selbst die Mitarbeiter hätten ihre Fahrzeuge in der Glashüttenstraße abge- stellt. "Für die Verkehrsführung gibt es eine verkehrsrechtliche Anordnung", erklärte Jörg Kanig, "diese ist für uns verbindlich und legt fest, welches Schild wo aufgestellt wird." Darüber hinaus wurden drei zusätzliche Schilder installiert, die die Anfahrt zum Autohaus über die Glashüttenstraße anzeigen. Trotz aller Bemühun- gen, die Zufahrten zu den Anliegern der Baumaßnahme weitestgehend zu gewährleisten, seien technologisch bedingte Behinderungen nicht auszuschließen.
Angesichts aller Umstände und Vorschlägen, die Zufahrtsmöglichkeiten zu verbessern, erwies es sich schließlich, dass veraltungsrechtliche Vorschriften einer schnellen Problemlösung entgegen stehen. Heike Reschke sagte zu, sich mit den Kollegen der Verkehrsbehörde im Rathaus in Verbindung zu setzten und konnte noch am gleichen Tag mitteilen, dass die Zufahrt in die Oderlandstraße mit einem Schild "Anlieger frei" ergänzt wurde. 
Diana Böhmer stellte fest: Das Autohaus ist auch während des Straßenbaus für Kunden und Lieferanten erreichbar.

12.3.18

Neues Einsatzleitfahrzeug zur Gefahrenabwehr übergeben
(Eisenhüttenstadt/hn) Am Montag übernahmen die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr ein neues Einsatz- leitfahrzeug, das in den Einsatz kommen wird, wenn gefährliche Stoffe beseitigt werden müssen. So ein Fall kann beispielsweise eintreten, wenn ein Tankfahrzeug in einen Unfall verwickelt ist und gefährliche Stoffe wie Benzin, Diesel, Säuren, Basen oder andere Chemikalien auslaufen.

Probesitzen - Bastian Krauß und Tim Noack, beide Mitglieder der Einsatzkräfte beim Probesitzen im neuen ELF Freude über das neue Einsatzleitfahrzeug auch bei den Fürstenwalder Kameraden.

André Kunze aus Fürstenwalde, bis zu diesem Tag Leiter der ABC-Einheit, übergab zugleich den Staffelstab an die Eisenhüttenstädter Kameraden, so dass diese nun die Koordinierung der Arbeiten während eines Einsatzes übernehmen. "Dieser ABC-Einheit gehören mehrere Feuerwehren des Landkreises an", so Kunze, " die Fürstenwalder, Neuzeller und Eisenhüttenstädter gehören mit jeweils spezifischen Aufgaben dazu." Dabei wird Eisenhüttenstadt künftig den Einsatzleitwagen besetzen, Neuzelle ist für die Dekontamination zuständig und Fürstenwalde für die Gefahrenabwehr. Diese drei Wehren werden am Einsatzort zusammen geführt und unterstehen dem Einsatzleiter.
Mit über dreißig Mitgliedern ist die ABC-Einheit sehr personalaufwändig, denn jeder Platz muss mit drei speziell ausgebildeten Kameraden besetzt werden, um Engpässe, die durch Urlaub, Krankheit, Weiterbildung oder andere Einflüsse entstehen, zu vermeiden. Auffangen des Gefahrgutes, Abdichten des Behälters und Absperren der Unfallstelle sind die ersten Aktionen vor Ort, dem folgt die Gefahrstoffmessung, und abge- schlossen wird der Einsatz mit der Reinigung der Kameraden, die in einer Gefahrschutzmontur stecken.
Als neuer Leiter der Gefahrstoffeinheit wurde Mario Fells aus Fürstenwalde berufen, er löst seinen langjährig aktiven Vorgänger André Kunze ab und verwies darauf, dass seine Einheit auch dafür zuständig ist, Umwelt- schäden abzuwenden und Schadenslagen zu beseitigen. Spezielles Gerät zum Erkennen der Schadstoffe, Behälter zu deren Auffangen und Pumpen zum Leeren des verunfallten Fahrzeugs stehen der Einheit zur Verfügung, darüber hinaus sorgt die Schadstoffeinheit für die Entsorgung.
Neuer Chef des übergebenen Fahrzeugs ist Sven Koch, Löszugführer des Löschzuges Innenstadt und Stand- ortverantwortlicher. Eine seiner Aufgaben besteht darin, die Ausbildung seiner Kameraden zu organisieren, um das Fahrzeug einsatzbereit zu bekommen, denn es kann auch als Einsatzleitfahrzeug bei anderen Einsätzen genutzt werden.

Michael Burke (li) übergibt den Fahrzeugschlüssel an Bürgermeister Frank Balzer (re), dieser reicht ihn weiter an Stadtwehrführer Norbert Manteufel (mi.).

Michael Buhrke, Beigeordneter des Landrates, übergab den Schlüssel an Bürgermeister Frank Balzer, welcher ihn sogleich an Stadtwehrführer Norbert Manteufel weiter reichte. "Das Geld für dieses Auto ist gut angelegt", erklärte Buhrke, "es ist vollgestopft mit modernster Kommunikationstechnologie und verfügt auch über einen Internetanschluss." Er wünschte allzeit gute Fahrt und Zuverlässigkeit im Einsatz.

10.3.18

Furioser Abschluss der Karnevals- und Fastnachtssaison
(Wiesenau/hn) Die Karnevalswerkstatt ist für die Akteure, die während der "Fünften Jahreszeit" ganze närri- sche Völkerschaften mit tollen Programmen und Partys unterhalten, der endgültige Abschluss der Saison. "Karnevalisten machen Programm für Karnevalisten" ist das Motto dieser traditionsreichen Veranstaltung, auf der jeder die besten Programmnummern der vergangenen Saison präsentiert und jeder von jedem Anregungen für die kommende närrische Zeit bekommt. Zwischen den Programmblöcken wird natürlich ausgelassen getanzt und gefeiert.

Die Präsidenten der "Glorreichen Sieben" luden zum Erfahrungsaustausch und zünftigen Feiern ein. Moderator Andreas Wolf (li.) kündigte es an: Andreas Härtel (mi) übernahm den Staffelstab für die nächste Werkstatt von Daniel Deska (re.)

Am Sonnabend trafen sich nun "Die glorreichen Sieben", Fastnachts- und Karnevalsvereine aus Wiesenau, Booßen, Güldendorf, Ziltendorf, Groß Lindow, Brieskow-Finkenheerd und Müllrose in der alten Schule in Wiesenau zur großen Party. Gastgeber war der Wiesenauer Fastnachtsclub (WFC), der nunmehr seine 39. Saison absolvierte und dessen Präsident Daniel Deska mit seinen Närrinnen und Narren schon das nächste große Ziel, die 650-Jahr-Feier anpeilt. "Bevor alles so richtig los geht, trifft sich die Präsidentenrunde, um die vergangene Saison auszuwerten", erzählte Deska, "Lustiges wird zum Besten gegeben, aber auch Probleme angesprochen." Schließlich stehe das närrische Volk zueinander, Hilfe wird gern gegeben und angenommen.
Toll sei die 5. Jahreszeit für die Wiesenauer gelaufen, zu jeder Veranstaltung seien ca. 180 Faschingsfreunde erschienen und haben fröhlich gefeiert. Hoch her ging es am Rosenmontag, der traditionell dem Rentnerfasching vorbehalten ist, aber auch das Zampern brachte viel ein, was dann bei der Kreschke "verbraten" wurde. Super kam auch der Kinderfasching an, und so mancher aus den Reihen des Nachwuchses hatte sich bei einem solchen Event mit dem Narrenvirus infiziert.
So ist der WFC mit 103 Mitgliedern sehr gut aufgestellt, vierzig bis fünfzig davon sind richtig aktiv, aber auch alle anderen bringen sich ein, wenn sie gebraucht werden. "Alle helfen mit beim Saal schmücken, Ein- und Ausräumen, Reinigen", sagte der Präsident, "und ich möchte allen danken, die den WFC unterstützen und die uns schon viele Jahre treu sind."
Nach der Sitzung der Präsidenten begann der Einmarsch der Präsidenten und Fahnenträger der Vereine, Moderator Andreas Wolf begrüßte jeden mit seinem "Schlachtruf". "Helau" hieß es bei den Wiesenauern und Booßenern, weiter ginge es mit "Steht zueinander-seid so schlau-Güldendorf Helau!", "Tack-Tack Puff-Puff" (Ziltendorf), "Stubbe-Stubbe Kien-Kien" (Groß Lindow), "Fastnacht-Helau" (Finkenheerd) und "Stadt am See - olé, olé" (Müllrose).
Nachdem Daniel Deska Worte der Begrüßung an die Gäste gerichtet und den Staffelstab für das Ausrichten der Werkstatt 2019 an den Müllroser Präsidenten Michael Härtel übergeben hatte, begann ein regelrechtes Feuerwerk der guten Laune, tolle Auszüge aus den Vereinsprogrammen begeisterten das Publikum und es wurde bis nach Mitternacht zünftig gefeiert.

9.3.18

Tanzwoche mit stehenden Ovationen eröffnet
(Eisenhüttenstadt/hn) Mit einem die Zuschauer durchweg begeisternden Eröffnungsprogramm begann am Freitag im Friedrich-Wolf-Theater die 26. Eisenhüttenstädter Tanzwoche.


Mit stehenden Ovationen dankte das Publikum den Tänzerinnen und Tänzern sowie Choreografen für das tolle Programm.




Die Eisenhüttenstädter Tanzvereine CarMa, Fire & Flame, Tanzlust Jung & Alt sowie das Tanzensemble kuz, verstärkt durch die Gäste von Jazzy Flames - JDCC aus Cottbus, gestalteten eine Bühnenshow, die so schnell nicht vergessen wird.
Nach einem Intro durch die Eisenhüttenstädter hieß Bürgermeister Frank Balzer die Akteure auf der Bühne und die Gäste im Saal willkommen: Niemand hätte 1993, als die Tanzwoche erstmals stattfand, daran gedacht, dass sich so eine lange Tradition entwickeln würde. Sie sei inzwischen zu einer festen Institution geworden und gehört zur Kulturlandschaft Eisenhütten- stadts und der Region. Balzer bedankte sich bei allen Akteuren, die zu diesem Erfolg beitrugen und verriet, dass auch er in der Freizeit gern tanze, aber "zu härterer Musik aus den 60er Jahren". Er werde als Bürgermeister dafür sorgen, dass diese Tradition weiter geführt wird.
Dann übernahm Moderator Detlef Olle die Führung durch das Programm, stellte fest, dass rund 400 Tänzerinnen und Tänzer während der Tanzwoche ihre Auftritte haben.
Als besonderer Gast wurde Choreograf Jeffrey Jimenez aus Berlin begrüßt. Er kreierte das diesjährige Tanz- projekt "Oriental meets Hip Hop". Jiminez äußerte sich begeistert über die Arbeitsmöglichkeiten in Eisenhüt- tenstadt, sowohl hinsichtlich des tollen Hauses als auch der Tänzer und Tänzerinnen, die mit vollem Einsatz arbeiteten. "Eisenhüttenstadt ist super", sagte er, "und wenn ich mal einen Film mache, dann hier." Viele Gespräche gab es nach der Veranstaltung, die von allen mit großem Lob bedacht wurde.
Für Frank Balzer, der mehrere Tanzwochenveranstal- tungen besuchte, war es ein tolles Erlebnis, die Tänzer- innen und Tänzer zeigten "Feuer im Blut", sie begeisterten das Publikum. Peter Müller zeigte sich begeistert von der Resonanz, die die Tanzwoche hat und der Tanz- und Lebensfreude, die auf der Bühne herüber kam. Beeindruckend seinen die Ausstrahlung der jungen Künstlerinnen und Künstler sowie die Qualität der Tänze. Stefan Lehmann aus Ziltendorf, selbst aktiv bei den Ziltendorfer Fastnachts-Traumtänzern, besucht seit 14 Jahren die Auftritte seiner Tochter bei Fire & Flame, sagte: "Es ist phänomenal, was die Eisenhüttenstädter Vereine auf die Beine stellen, man sieht über die Jahre hinweg eine unheimliche Entwicklung in den Vereinen, und das Tanzprojekte war eines der besten der vergan- genen Jahre."
Alois Hille freute sich wieder über die Auftritte seiner inzwischen 20jährigen Enkelin Jenny. "Die ganze Veranstaltung war sehr, sehr gut aufgezogen". Birgit Brose fand ebenfalls, es sei eine sehr schönes und buntes Eröffnungsprogramm gewesen, jede Truppe für sich präsentierte ihren eigenen Stil und das Projekt sei einzigartig, mit riesengroßer Wirkung. 

Auch Fotograf Bernd Geller hatte einen super Eindruck von den Choreografien und den Leistungen der Tänzer- innen und Tänzer. "Ein Fotograf sieht das ja auch aus einer anderen Perspektive", so Geller, "und zwar in der Gesamtheit von Bewegung, Licht und Mimik, das wurde sehr gut gelöst, und man hat gemerkt, dass alle mit sehr viel Spaß dabei waren."

8.3.18

Mit neuen Impulsen in die Tourismussaison
(Berlin/hn) Mit vielen neuen Ideen und Anregungen kehrten Ellen Rußig, Geschäftsführerin des Seenland Oder-Spree e.V., und ihre Mitstreiterinnen von der Internationalen Tourismusbörse zurück. Hatte bereits das 21. Tourismusforum des Ostdeutschen Sparkassenverbandes einen Ausblick in die aktuelle und künftige Entwicklung der Tourismuswirtschaft gegeben, gab es viele Begegnungen und Gespräche am Messestand in der Halle 12.
Während des traditionellen Empfangs am Messestand sagte Dr. Eckhard Fehse, seit seiner Gründung vor 20 Jahren Vorsitzender des Tourismusverbandes Seenland Oder-Spree: "Wir blicken auf ein erfolgreiches Jahr 2017 zurück und sind nach wie vor das erfolgreichste Reisegebiet in Brandenburg." Das soll auch so bleiben. Deshalb werden alle gebraucht, um gemeinsam an einem Strang zu ziehen, am gleichen Ende und in die gleiche Richtung. 750 Jahre Neuzelle, die Natur, die Kooperation mit den polnischen Nachbarn und die Weiterentwicklung in Sachen Digitalisierung sind nur ein paar Schwerpunkte der künftigen Arbeit. Digitale Infosäulen in Form eines überdimensionalen Smartphones werden die Besucher der Region künftig rund um die Uhr mit Informationen versorgen. Versuche dazu in Bad Saarow und Neuhardenberg zeigten sich erfolgreich, sodass 200 weitere Informationsstationen installiert werden können.

Dr. Eckhard Fehse begrüßte die Gäste am Messestand und präsentiert ihnen die erste diesjährige Ausgabe der Gästemagazins "Seeblick". Viele Gespräch führte Ellen Rußig (li.) mit Kollegen und Gästen.

Druckfrisch stellte Fehse das erste diesjährige Gästemagazin für die Tourismusregion vor. Es soll künftig drei Mal im Jahr erscheinen und sowohl Reisende als auch Einheimische über besuchenswerte Highlights informieren. "Was machen Sie eigentlich am kommenden Wochenende?", wird in der Einführung gefragt, bevor viele Tipps zum Erkunden dieses Landstrichs präsentiert werden. 
"Bereits während der Fachbesuchertage haben wir viele Kontakte knüpfen können", so Fehse, "wir sind sehr zufrieden darüber, wie unsere Angebote angenommen werden." 2,2 Millionen Übernachtungen gab es im vergangenen Jahr in unserer Region, wobei wir etwa ein Sechstel des Landes Brandenburg betreuen.
Ellen Rußig, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Seenland Oder-Spree, hatte bereits erfolgreiche Gespräche mit Hotelinvestoren, Reiseveranstaltern und einer Internetagentur, bevor am Wochenende die Berliner und Brandenburger kamen, um sich Anregungen für die kommende Saison zu holen. Entdeckertouren, Parks und Gärten sind dabei Highlights, die Produkte sind spezifischer geworden, so dass jeder fündig werden kann. Die Zusammenarbeit mit den Übernachtungsanbietern sieht sie im Hinblick auf die Erkenntnisse aus dem Tourismusforum als besonders wichtig an, um die neuen Trends umzusetzen. Ansätze seien bereits vorhanden, nun komme es darauf an, auch den kleineren und mittleren Betrieben Unterstützung zu geben.

6.3.18

Ein Familienzentrum für alle
(Eisenhüttenstadt/hn) Vor über 11 Jahren wurde das Familienzentrum in der Integrationskita "Pusteblume" im Fröbelring 1 gegründet. Zu dieser Zeit gab es den Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz erst ab dem dritten Lebensjahr, so dass viel junge Mütter mit ihrem Kind zuhause saßen und kaum Kontakte zu anderen knüpfen konnten.

Gab es früher die große Familie, so dass Großeltern und Verwandte helfen konnten, wenn Probleme auftraten, sind junge Eltern heute zum großen Teil auf sich selbst angewiesen. Die Erfahrungen von Großeltern, Onkeln und Tanten beim Aufziehen der Kinder waren und sind nicht immer verfügbar, so dass das Familienzentrum gegründet wurde, um diese Defizite auszugleichen. Damit ist gewährleistet, dass Eltern mit Eltern in Kontakt komen, immer einen Ansprechpartner finden und auftretende Fragen zum Beispiel in Vorträgen in Zusammenarbeit mit Fachleuten erörtert werden können. Viele Angebote, teils an feste Zeiten gebunden, teils offen, stehen inzwischen auf dem Programm, wie zum Beispiel die Mütter- und Väterberatung durch eine Hebamme und Kinderpflegerin.
"Diese Angebote stehen allen Interessenten zur Verfügung, jeder kann sich einen Termin holen, um Rat zu bekommen", so Kathrin Grund, "aber auch wer auf seiner Arbeitsstelle keine Möglichkeit hat, sich mit anderen Eltern auszutauschen kann unsere Hilfe gern in Anspruch nehmen." Besonders viele Fragen gibt es im Bereich der Erziehung: Wie sind Kindern auf kluge Art und Weise Regeln beizubringen, die sie widerspruchslos befolgen, um später im Leben gut zurecht zu kommen? Wie erzieht man sie zu Anstand und Würde, zur Achtung anderer, zu Hilfsbereitschaft und Aufmerksamkeit, zur Liebe zur Arbeit? Eine enorme Aufgabe ist es für Eltern, Normen und Werte zu vermitteln, auch im Hinblick darauf, dass das Alles bis zum 6. Lebensjahr erledigt werden muss, denn danach geht es im Wesentlichen um den Feinschliff und um den Willen des Heranwachsenden, sein eigenes Lebenskonzept zu verwirklichen. "Rezepte gibt es dafür nicht", so Katrin Grund, "wir können den Eltern aber mögliche Wege aufzeigen."
Doch damit ist die Arbeit des Familienzentrums nicht getan. Weitere wichtige Themen sind die Förderunge der Sprachfähigkeiten der Kinder, Kochkurse vermitteln Möglichkeiten der gesunden Ernährung und förderlich für die Gesundheit ist viel Bewegung an frischer Luft. In Gesprächsrunden mit Pädagogen und Psychologen geht es um guten Schlaf für Eltern und Kinder, Elternreaktionen gegenüber dem Trotzkopf oder das Töpfchenseminar für Babys ab 9 Monate, worin vermittelt wird, wie die Kleinen schnell trocken und sauber werden.
Vieles dazu können Katrin Grund und ihre ehrenamtlichen Mitstreiterinnen Viola Löser und Petra Sieber aus ihren eigenen umfangreichen Erfahrungen selbst beisteuern. Für viele Projekte werden Fördermittel zur Verfügung gestellt, und was selbst nicht geschafft werden kann, wird durch die Vermittlung von Kontakten ermöglicht, wie das Besorgen von Babysittern.
Gemeinsam mit Viola Löser und Petra Sieber, denen Kathrin Grund ihren großen Dank aussprechen möchte, ist es möglich, den Arbeitsplan auf die Bedürfnisse der Eltern einzustellen, und Themenvorschläge sind jederzeit willkommen.

Das Familienzentrum ist wie folgt erreichbar: Fröbelring 1, 15890 Eisenhüttenstadt, Telefon (03364 ) 773380, E-Mail: familienzentrum.ehst@gmail.com
Sprechzeiten sind am Dienstag 09.00 – 09.30 Uhr, am Mittwoch 15.00 - 17.00 Uhr und nach Vereinbarung.

3.3.18

Fürstenberger Schützen vor neuen Herausforderungen
(Eisenhüttenstadt/hn) Ein erfolgreiches Schützenjahr liegt hinter den Mitgliedern der Schützengilde Fürsten- berg (Oder) 1863 e.V. und das Jahr 2018 hält neue Herausforderungen bereit.


Die neue Führungsmannschaft der Schützengilde:1. Reihe v.l.n.r. Ingolf Deneke, Günter Besselt, Katrin Besselt, Klaus Beschoner (Ehrenvorsitzender), 2. Reihe v.l.n.r.: Thomas Gewinnus, Hans Jokisch, Alexander Gewinnus.

Dies wurde in der Jahresversammlung des Vereins am vergangenen Sonnabend offenbar. Die Schützengilde, die 1990 wieder gegründet wurde, wird gegenwärtig von Ingolf Deneke geleitet, er war es auch, der vor den Mitgliedern Rechenschaft ablegte. "Wir haben einen ausgeglichenen Finanzhaushalt", stellte er eingangs fest, "es wurden 2017 vier neuen Waffen gekauft, um den Neumitgliedern gute Trainingsmöglichkeiten zu bieten". Auch Munition sei ausreihend vorhanden, so dass sich die Schützen intensiv auf Meisterschaften vorbereiten können.
In den vergangenen Jahren hat sich die Zahl der Mit- glieder von 35 auf 71, darunter 6 Frauen, erhöht, alle neu hinzu gekommenen Kameraden haben sich bestens in die Schützenmannscheft eingefügt. "Doch es gibt auch Anfragen von Leuten, die mal schnell zu einer Waffen-

Bodo Blikslager (re.) wird von Ingolf Deneke für seine 25jährige Vereinsmitgliedschaft geehrt. Jungschütze Alexander Gewinnus wird von Bodo Blikslager am Brno KK-Gewehr eingewiesen.

karte kommen wollen", sagte Deneke, "denen müssen wir jedoch eine Absage erteilen." Wer sich ernsthaft mit dem Gedanken befasst, Sportschütze zu werden, absolviert nach der Aufnahme in den Verein eine drei- monatige Probezeit, dann wird gelernt, und frühestens nach einjähriger Mitgliedschaft die Prüfung zur Waffen- besitzkarte abgelegt. Ist dann auch noch das polizeiliche Führungszeugnis makellos, ist auch der Erwerb von Waffen in Aussicht gestellt.
In diesem Jahr stehen die Fürstenberger Schützen vor eine besonderen Aufgabe: im August erfolgt die turnus- gemäße Abnahme ihres Schießstandes, wobei extrem hohe Anforderungen gestellt werden. Selbst der Zustand des umgebenden Zaunes wird dabei geprüft. Angesichts der gestiegenen Mitgliederzahl ist geplant, die Gemeinschaftsräume zu erweitern, darüber hinaus sollen alle Lampen durch LED-Leuchtmittel ersetzt werden.
Nach dem Rechenschaftsbericht des Vorstandes und der Bestätigung des Kassenberichts erfolgten die Ent- lastung des alten Vorstandes und die Wahl des neuen, der aus dem 1. Vorsitzenden Ingolf Deneke, Günter Besselt (2. Vorsitzender), Katrin Besselt (Schriftführerin) sowie den Kassenprüfern Ilona Pokatzki und Klaus- Dieter Schmied besteht. Im Rahmen der Auszeichnungsrunde wurde Bodo Blikslager für seine 25jährige Mitgliedschaft mit dem Schützenadler in Gold geehrt, Günter Besselt zum Oberstleutnant der Schützen und Katrin Besselt zum Oberleutnant der Schützen ernannt. Hans Jokisch und Peter Kemnitz wurden mit der Traditionsmedaille des Brandenburger Schützenbundes ausgezeichnet, Klaus-Dieter Schmied und Steffen Post erhielten die Sportmedaille in Bronze.

2.3.18

Examen für Namen - Prof. Udolph im Museum
(Eisenhüttenstadt/hn) Trotz eisiger Kälte ließen es viele Eisenhüttenstädter und Einwohner aus den umliegen- den Gemeinden sich nicht nehmen, ins Städtische Museum zu kommen, um den Vortrag von Prof. Jürgen Udolph über seine Forschungen zum Thema Familiennamen zu hören.

Viele spannende Informationen hatte Prof. Jürgen Udolph zur Entstehung und Entwicklung von Familiennamen mitgebracht.

Der aus dem Rundfunk bekannte Moderator hatte dann auch so manche Überraschung bezüglich der Herkunft und Deutung von Namen parat. Ausgehend von der Entwicklung der Sprache über viele Jahrhunderte, dem Hinweis auf verschwundene Wörter und andere Einflüsse erläuterte er die Entstehung von Namen und die Veränderung von Schreibweisen in historischen Zeiträumen. Dabei kam zutage, dass sich, ausgehend von heutiger Schreibweise und Annahmen, oftmals Fehldeutungen ergeben, wie zum Beispiel bei den Namen Kaiser und König. "So viele Kaiser und Könige wie es heute gibt, können die Kaiser und Könige früherer Zeiten gar nicht als Nachkommen gehabt haben", sagte Udolph, "diese heutigen Namen beruhen auf der Vermutung, dass jene, die sie zugeordnet bekamen, wie Kaiser oder Könige auftraten, also eher überhebliche Menschen waren."
Jürgen Udolph studierte in Göttingen Slawistik und wusste dann nicht so richtig, was er machen sollte. Schließlich ergab sich eine Arbeitsmöglichkeit beim sprachwissenschaftlichen Seminar, wodurch er 1970 die Möglichkeit erhielt, bei Prof. Schmidt sein Examen abzulegen. Die Empfehlung, sich mit slawischen Fluss- namen zu beschäftigen, nahm Udolph an. "Flussnamen sind die ältesten Namen, die wir überhaupt haben", erklärte er, "sie lassen sich wie bei Oder und Neiße drei- bis viertausend Jahre zurück verfolgen, haben einen indogermanischen Ursprung und waren bereits vor den Slawen und Germanen da." Nach einigen Tagen war er so fasziniert, dass er sich "wie ein Idiot" in das Sammeln der Namen steigerte, darüber eine Magisterarbeit und eine Dissertation schrieb, was ihm eine Lebenszeitstelle bei der Mainzer Akademie einbrachte.
Später befasste er sich mit niedersächsischen Ortsnamen, brachte dazu ein inzwischen 8bändiges Werk heraus. Vor 20 Jahren hatten zwei Radiomoderatoren die Idee, eine Sendung über Familiennamen zu machen. "Heute weiß ich, dass das die Namen sind, die die Menschen am meisten interessieren", stellte Jürgen Udolph, der gegenwärtig für vier Radiostationen arbeitet, fest. Diese Arbeit sei immer wieder überraschend und spannend, und es kommen oftmals unerwartete Ergebnisse zustande. Wie beispielsweise bei "Nonnen- macher" der auf dem Beruf des Tierkastrierers beruht.
Wer die Bedeutung seines Namens selbst recherchieren will, kann heute auf das Internet zugreifen, zum Beispiel auf die Plattform familysearch.org. Bei der Vielzahl von Informationsmöglichkeiten, sei jedoch Vorsicht geboten, denn es gebe auch "viel Mist".

1.3.18

Aktiv und Gesund im Alter
Eisenhüttenstädter Seniorentriathlon 2018 startet!
Eisenhüttenstadt. Bereits zum 7. Mal sind Seniorinnen und Senioren der Stadt Eisenhüttenstadt aufgerufen, sich im Rahmen des „Eisenhüttenstädter Seniorentriathlons“ mit kleinen Wettkämpfen und Bewegungsange- boten über das Jahr verteilt fit und gesund zu halten.

 

28.2.18

Deutsche und polnische Touristiker berieten in Sachen Vermarktung
(Neuzelle/hn) Ergebnisse des Projekts zur gemeinsamen grenzüberschreitenden Vermarktung touristischer Ziele in der deutsch-polnischen Grenzregion wurden am 28. Februar im Refektorium des Klosters Neuzelle vorgestellt. Konkret ging es um Attraktionen in den Ämtern Brieskow-Finkenheerd und Neuzelle sowie der Stadt Eisenhüttenstadt im Landkreis Oder-Spree und den Kreisen Slubice und Krossen auf polnischer Seite. Initiiert und koordiniert wurde das Projekt von den Mitarbeiterinnen des Tourismusverbandes Seenland Oder-Spree (TOSS) mit Sitz in Bad Saarow und dem Landkreis Oder-Spree (LOS).


Touristiker aus den Landkreisen Oder-Spree, Slubice und Krossen trafen sich, um über die grenzüberschreitende Vermarktung ihrer Regionen zu beraten.

Ausgangspunkt des von der EU im Rahmen des Pro- gramms Interreg 5a geförderten Projekts ist die Tat- sache, dass es beiderseits der Oder eine Vielzahl touristisch interessanter Objekte und Veranstaltungen gibt, die dem jeweiligen Nachbarn unbekannt sind. Dies soll sich künftig ändern. Haben alle Partner ihre touristi- sch relevanten Ziele inzwischen aufgelistet, komme es nun darauf an, dass die Akteure beider Länder funktio- nierende Strukturen und Netzwerke aufbauen, um in die gemeinsame Vermarktung treten zu können.
Norbert Kannowsky, Geschäftsführer der Stiftung Stift Neuzelle, begrüßte die Tagungsteilnehmer und verwies auf die vielfältigen Aktivitäten im 750 Jahr der Gründung 

Die katholische Stiftskirche St. Marien ist in die Liste der Sehenswürdigkeiten aufgenommen worden.

des Klosters, lud insbesondere die Polnischen Gäste, die zum Teil noch nie in Neuzelle waren, zum Besuch ein. Auf die bereits entwickelten Traditionen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit verwies Michael Buhrke, Beigeordneter des Landrates des LOS. Insbesondere auf dem Gebiet des Katastrophenschutzes und des Rettungsdienstes funktioniere vieles sehr gut, die Verkehrsinfrastruktur sei gut entwickelt und vom nun vorgestellten Projekt erwarte er, dass die Menschen weiter zusammen kommen.
Nach Buhrke berichteten die Landräte von Krossen und Slubice, Miroslaw Glaz und Marcin Jablonski über die Ergebnisse der Arbeit in ihren Zuständigkeitsbereichen, die touristischen Ziele im LOS wurden von Melina Krahl, Auszubildende im TOSS vorgestellt. Darüber hinaus informierten die polnischen Gäste über Organisati- onsstrukturen in ihrer Tourismuswirtschaft, die gänzlich anders sind, als auf deutscher Seite. Dies stellte auch Ellen Rußig, Geschäftsführerin des TOSS fest. Fungiere ihre Einrichtung als Dachorganisation und Koordi- nator für die einheimische Tourismusbranche, gebe es eine solche Einheit auf polnischer Seite nicht, was die regional übergreifende Zusammenarbeit erschwere.

Zu den Highlights in Neuzelle gehören die beiden Kirchen, hier die evangelische. Wer in Polen etwas weiter fahren will, findet im Kreis Meseritz den Ostwall, eine Bunkeranlage aus den 1920er Jahren. 
27.2.18

Etikette im Straßenverkehr
(Eisenhüttenstadt/hn) Um Grundformen des Verhaltens im Straßenverkehr ging es in der Verkehrsteilnehmer- schulung am 27. Februar in der Reihe "Mobil bis ins Alter" im Stadtteilbüro "offis". Rund vierzig Seniorinnen und Senioren waren trotz der herrschenden Minusgrade zum Vortrag von Verkehrsmoderator Gerhard Scheinert erschienen, um ihr Wissen zum Paragrafen 1 der Straßenverkehrsordnung zu überprüfen und zu aktualisieren.

 Voll ausgebucht war wieder der Seminarraum im "offis", so dass es für später Kommende schwierig war, noch einen Sitzplatz zu bekommen.  Den Reigen der Fragenbeantwortung begann der 80jährige Gerhard Feige (stehend).
 

Scheinert stellte die These: "Der Mensch ist nicht fehlerfrei - höchstens ich" als Gesprächsgrundlage in den Raum, darauf hinweisend, dass im Straßenverkehr die unterschiedlichsten Charaktere und Temperamente aufeinander treffen und sich die Verkehrsbedingungen ständig ändern. So treffen ältere Kraftfahrer nicht selten auf jugendliches Ungestüm, dabei gelte es Unfälle zu vermeiden und den Verkehr flüssig zu gestalten. "Vom Kraftfahrer geht die größere Pflicht aus", sagte der Moderator auch im Hinblick auf Fußgänger und Radfahrer.
Spannend wurde es, nachdem fünfzehn der Anwesenden Zettel mit zu beantwortenden Fragen aus dem Verkehrsalltag gezogen hatten, wobei die Zuhörer zeigten, dass sie im Stoff stehen und bezüglich der dar- gestellten Situationen richtig reagieren würden. Gerhard Feige (80) konnte eine umfassende Antwort auf das Problem: "Eine Gruppe Kinder verlässt den endenden Radweg, um auf der Straße weiter zu fahren. Wie hat sich der Autofahrer zu verhalten?" geben. Weitere Fragen betrafen das Fahren in Innenhöfen, die zumeist als Spielstraßen deklariert sind, und das Verhalten des Kraftfahrers, wenn ein Mensch mit Gehhilfe die Straße überquert. Darüber hinaus wurde unter anderem abgefragt, wie an einem haltenden Bus vorbei zu fahren ist und wie festgestellt werden kann, ob die Fahrbahn vereist ist.
Einen besonderen Schwerpunkt bildete die Frage, was bezüglich der Radfahrer und Fußgänger beim Rechts- abbiegen zu beachten ist. Dabei gibt es immer wieder schwere und tödliche Unfälle, so dass alle Beteiligte extreme Vorsicht walten lassen müssen, auch die Radfahrer, die oftmals mit hoher Geschwindigkeit an eine Kreuzung heran fahren und im Notfall nicht mehr reagieren können.
Im zweiten Teil der Veranstaltung befassten sich die Schulungsteilnehmer mit dem Fragebogen der Stadtver- waltung zur künftigen Gestaltung des Straßenverkehrs in Eisenhüttenstadt. Die Ergebnisse dieser Bürger- befragung sollen ab dem Jahr 2019 umgesetzt werden.
Die nächste Veranstaltung der Reihe "Mobil bis ins Alter" findet am 24 März um 16 Uhr im "offis" statt, dann wird Rechtsanwalt Jürgen Rost zum Thema "Alles was Recht ist" sprechen und Fragen der Zuhörer beant- worten. Interessenten sollten sich anmelden, denn bei dem inzwischen stark gewachsenen Interesse an dieser Veranstaltungsreihe, die auch jüngere FahrerInnen besuchen können, werden so langsam die Plätze knapp.

26.2.18

1810. Babytaler überreicht
(Eisenhüttenstadt/hn) Am Montag haben Sparkasse Oder-Spree, Bürgermeister und die Städtische Kranken- haus Eisenhüttenstadt GmbH zum 69. Mal zur Übergabe der Geburtstaler an in Eisenhüttenstadt geborene Babys und deren Eltern eingeladen.


Heute wurde zum 69. Mal der Babytaler an junge Eltern überreicht.


Kinder der Kita Haus Sonnenhügel eröffneten die Feierstunde mit einem kleinen Programm.

Geschäftsführer Till Frohne begrüßte die jungen Eltern und sagte: "Ungefähr vier bis fünf Mal jährlich laden wir zu dieser Veranstaltung ein und haben von Beginn an bereits 1810 Silbertaler überreicht." Er freute sich, dass am Tag des Märchenerzählens trotz der pandemiever- dächtigen Grippewelle über 20 Eltern mit ihren Babys im Festsaal des Krankenhauses zur kleinen Feierstunde, die von Kindern aus der Kita haus Sonnenhügel musi- kalisch eingeleitet wurde, erschienen sind.
Bürgermeister Frank Balzer, für den der Auftritt vor den jungen Eltern eine Premiere darstellte, hieß die Eltern mit ihren Kindern im Namen der Stadt Eisenhüttenstadt willkommen. Er selbst sei dreifacher Großvater, und es
mache ihm große Freude, zu sehen, wie die Kinder

heran wachsen. Er wünschte den jungen Familien alles Gute und unterbrei- tete den Einsenhüttenstädtern das Angebot, ihn im Rathaus zu besuchen, wenn sie Fragen und Probleme haben.
Anja Grummt, Geschäftsstellenleiterin der Sparkasse Oder-Spree in der Alten Poststraße verwies auf die lange und erfolgreiche Tradition des Baby- talers und empfahl den Eltern, den Namen des Kindes in den hochwertigen Silbertaler gravieren zu lassen. Die Übergabe sei für sie einer ihrer Lieblings- termine, denn dabei werde sie immer an die Geburt ihrer eigenen Kinder erinnert, und daran, wie die "Mäuse" heran wachsen. Sie empfahl den Eltern, die Zeit mit ihren Babys ausgiebig zu nutzen, denn die Jahre, bis diese groß werden, vergehen wie im Fluge. Zum Thema "Mäuse" verwies sie auf den Kontogutschein mit 10 Euro Startguthaben, der dem Geschenk beiliegt. Damit verbunden sei der Beginn die Finanzierung des späteren Lebens der Kinder, denn Ausbildung, Studium oder auch der Führerschein werden einmal anstehen. "Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in unseren Geschäftsstellen werden Sie dazu gern beraten", so Anja Grummt.
Bis zum 26. Februar wurden in Eisenhüttenstadt 59 Babys geboren, darunter 29 Mädchen und 30 Jungen. Neun davon haben Eltern, die in Guben wohnen, jeweils ein Elternpaar kam aus Cottbus und Berlin.


Anja Grummt, Leiterin der Sparkassen-Geschäftsstelle in der Alten Poststraße erläuterte den Inhalt des Geschenkpakets für die Babys

24.2.18

Subarufahrer - eine verschworene Gemeinschaft
(Eisenhüttenstadt/hn) Am Sonnabend hatte Subaru-Autohaus Finke im Ortsteil Fürstenberg zur Präsentation seiner neuen Autokollektion eingeladen. Nicht nur langjährige Subarufahrer, sondern auch so mancher, der auf diese Automarke, die zu den zuverlässigsten gehört, umsteigen will, ließ sich vom Finke-Team beraten. Viele Gespräche gab es aber auch bei Bratwurst und Kaffee, und alle waren sich darin einig, keine andere Auto- marke mehr fahren zu wollen.

Seit 11 Jahren fahren Edith und Heinz Klär begeistert einen Subaru Justy, der sie noch nie im Stich gelassen hat. Wolfhard und Dagmar Lietzow schwören auf Subaru und hielten nach einem größeren Modell Ausschau.

Dagmar und Wolfhard Lietzow besitzen seit 4 Jahren einen XV, waren nach einer Testfahrt auf dem Sachsen- ring so begeistert, dass sie sich nun vergrößern wollen. "Der Allradantrieb, die extrem hohe Zuverlässigkeit, der günstige Verbrauch und der nicht zu teure Unterhalt sowie Design, Ausstattung und die 3D Rundsicht machen den Subaru zu einem top Auto", sagte Wolfhard Lietzow. Dem hatten Edith und Heinz Klär, seit 11 Jahren mit einem Subaru Justy unterwegs, nichts mehr hinzuzufügen. Keine einzige Panne hatte während 13 Jahren und 348000 km Forester-Fahrens auch ein weiterer Kunde, der nach dem Kauf lediglich in regelmäßige Durchsichten und den Austausch von Verschleißteilen investierte, und das bei absolut fairen Preisen.

Mitarbeiter Michael Wanke (li.) hatte viele Fragen der Kunden zu den ausgestellten Modellen zu beantworten.
 
 Markus und Wolfgang Finke überreichen die ersten neuen Trikots an Niklas Klinger, Nico Karge, Tim Schiller und Trainer Sven Klinger (v.l.n.r.).


Bratwurst vom Grill und Kaffee hielt Simone Wanke für die Gäste bereit.

"Aus Anlass der Neuauflage der Modelle Impreza und XV haben wir bereits jetzt zum Tag der offenen Tür und zum Frühlingsfest eingeladen", erklärte Junior-Chef KFZ-Meister Markus Finke, "das sind zwei Kompakte in der Golf-Klasse." Der Impreza gehört seit Jahren zu den bekanntesten Subaru-Modellen und der XV als SUV mit höherer Bodenfreiheit begeistert vor allem junge und ältere Fahrer sowie Familien, die es besonders schätzen "nach oben" einzusteigen. Im komplett neuen Konzept beider Fahrzeuge legte der Hersteller besonders Wert auf den weiteren Ausbau des Sicherheitsstandards, beide basieren auf der neuen Subaru Global Plattform mit einer noch stabileren Karosse. Hinzu kommt, dass die Fahrzeuge alle über ein neues Fahrassistenzsystem verfügen, das gegenwärtig Modernste in dieser Fahrzeugklasse. Fünf Sterne im NCAP-Crashtest zeugen von höchster Sicherheit für die Insassen. "Aber nicht nur die beiden genannten Modelle wurden überarbeitete, sondern noch andere", so Markus Finke, der an diesem Tag auch zum Teil weit gereiste Kunden begrüßte und sich über die Gelegenheit freute, mit ihnen in aller Ruhe ausgiebig ins Gespräch zu kommen, was während des Geschäftsbetriebes nicht so oft möglich ist.
Wolfgang und Markus Finke nahmen den Tag der offenen Tür auch zum Anlass, den Handballern der Jugend B Mannschaft der BSG Stahl neue Trikots zu überreichen. Bereits längere Zeit unterstützen beide die Mann-

schaft, sehr zur Freude von Trainer Sven Klinger, der sich weitere Sponsoren wünscht, weil auch immer Geld für Trainingslager, Fahrten zu Spielen, Bälle und mehr gebraucht wird. Interessenten können sich bei Markus Finke melden, es geht ja um die zukünftige Handball-Männermannschaft von Stahl Eisenhüttenstadt.

20.2.18

Neue Caféteria lädt zum Verweilen ein
(Eisenhüttenstadt/hn) Kürzlich hat die umgestaltete Caféteria im Städtischen Krankenhaus ihre Tür für Patien- ten, deren Besucher, Mitarbeiter und Gäste geöffnet.


Mit dem Durchschneiden des Bandes geben René Tretschog, Betriebsleiter der KSG und Udo Jähnisch, Verwaltungsleiter des Städtisches Krankenhaus Eisenhüttenstadt GmbH den Zugang zur neu gestalteten Caféteria frei.

Anlässlich der Neueröffnung lud René Tretschog zu Kaffee und Kuchen ein.

"Wir hatten festgestellt, dass dieses Café dringend eine Renovierung benötigt", sagte René Tretschog, Betriebs- leiter der Krankenhaus Service Gesellschaft (KSG), "weil viele Dinge, insbesondere die technischen Einrichtungen nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprachen." In Zusammenarbeit mit dem Unternehmen "Apetito" und der Krankenhausleitung wurde so der Beschluss ge- fasst, die Cafèteria neu zu gestalten. Im Zusammen- hang mit dieser Umgestaltung flossen neue Konzepte wie Pasta- und Brötchenangebote sowie frische Smoo- thies in das Projekt ein.
Innerhalb einer Woche konnte alles umgesetzt werden und steht nun den Gästen montags bis freitags von 7.30 bis 18 Uhr und samstags/sonntags von 14.30 bis 18.00 Uhr zur Verfügung. Eine kurzzeitige Schließung erfolgt jeweils in der Mittagszeit, dann ist das Caféangebot jedoch über das Mitarbeiterrestaurant erhältlich. Während der Sommerzeit wird auch die Terrasse geöff- net und lädt zu einem Eisbecher ein.
Im Zusammenhang mit der Umgestaltung des Service- bereiches wurden ein neuer Kühltresen installiert und neue Kühlschränke aufgestellt. "Die alten Kühlvitrinen erreichten nicht mehr die erforderlichen Temperaturen, so dass hygienische Aspekte ins Gespräch kamen", so Tretschog, "in den vergangenen Jahren gab es auch Verschleißerscheinungen bei dem einen oder anderen Gerät." Nun ergeben die komplette technische Neuaus- stattung zuzüglich neuer Tische und Stühle sowie ein frischer Anstrich und Paneele ein angenehm neues Flair, in dem sich die Gäste wohl fühlen können.
Fünf Angestellte sorgen an sieben Tagen in der Woche für ein gutes Angebot und reichliche Auswahl an Speisen und Getränken, auch zum Mitnehmen. "Wir freuen uns natürlich auch über Gäste von der Straße", 

erklärt René Tretschog, "kommen Sie doch mal auf einen Kaffee, eine Kaffeespezialität, ein Stück Kuchen oder einen Eisbecher vorbei, wir würden uns freuen."

Neue Tische, Stühle und Wandgestaltung sorgen für einen angenehme Atmosphäre. Neu installierte Kühltechnik wird die Qualität des Imbissangebots garantieren.
17.2.18

Löschzug Fürstenberg lud zum Eisbeinessen
(Eisenhüttenstadt/hn) Am Sonnabend hatte der Löschzug Fürstenberg zum traditionellen Eisbeinessen in sein Gerätehaus eingeladen. "Diese Tradition reicht schon bis zum Anfang des vorigen Jahrhunderts zurück", sagte Löschzugführer Andreas Thierbach, "wir wollen damit allen unseren Kameradinnen und Kameraden, ihren Familienangehörigen, den Mitgliedern der Alters- und Ehrenabteilung, aber auch Freunden, Sponsoren und Unterstützern Dank sagen."


130 köstliche Eisbeine bereitete Jörg Bigesse mit seinem Köcheteam zu.

 Marianne Keil gehört zu den zuverlässigen Helfern, die 130 Eisbeine und 40 Portionen Kassler an die Gäste brachten.

So gab es in der angenehm geheizten Fahrzeughalle viele Gespräche, auch mit den Kameraden der Feuerwehr des Amtes Brieskow-Finkenheerd und der Partnerfeu- erwehr aus Groß Ziethen.
Seit 12 Uhr köchelten 130 Eisbeine unter fachkundiger Aufsicht von Jörg Bigesse im großen Kessel der Feld- küche, nebst 40 Portionen Kassler, die in einem extra Behälter zubereitet wurden. "Die Masse bringt hier den Geschmack". so Bigesse, "nebst 3 kg Zwiebeln, 5 kg Suppengemüse und weiteren Gewürzen." Dazu gab es Erbspüree, Sauerkraut und Kartoffeln, alles hausge- macht.
Seit Jahresbeginn wurden die 35 Einsatzkräfte des Löschzuges zu 19 Einsätzen angefordert, hauptsächlich zum Abschalten der Fehlauslösungen von Brandmeldern in den Asylbewerberunterkünften. Sven Koch, stellvertre- tender Wehrführer der Stadt, erklärte hinsichtlich des Einsatzgeschehens im vergangenen Jahr, dass dies mit 623 Anforderungen gegenüber 2016 rückläufig war. In der ZABH hätte sich die Lage angesichts des nachlassenden Flüchtlingsstromes etwas beruhigt. Darüber hinaus wurde dort die Brandmeldetechnik modernisiert.
Gut zu tun hatten die Feuerwehrleute mit Unwetterein- sätzen wegen Starkregens und Stürmen. In dieser Rich- tung sieht Koch auch die Schwerpunkte der kommenden Jahre. Es käme künftig darauf an, zusammen mit dem Landkreis Oder-Spree flächendeckend Einsatzlagen zu koordinieren. Eine neue Software soll dazu beitragen, die Kommunikation zwischen den im Einsatz befindlichen Wehren zu optimieren, um die Leitstellen zu entlasten. Bedanken möchte Sven Koch sich in diesem Zusammen- 

Freunde und Sponsoren hatte der Löschzug Fürstenberg zum traditionellen Eisbeinessen eingeladen.

hang bei den benachbarten Wehren, die schnell und unkompliziert geholfen haben, wenn Atemschutzträger oder Ersatzfahrzeuge gebraucht wurden.
Der neu gewählte Vorsitzende des Traditions- und Feuerwehrvereins des Löschzuge Fürstenberg, Bernd Wilsky, äußerte sich lobend zur Arbeit des Löschzuges, insbesondere im Hinblick auf die Jugendarbeit. "Das sind unsere künftigen Feuerwehrleute, um deren Ausbildung wir uns kümmern müssen", so der Vereinsvor- sitzende, der Chef von ca. 30 Vereinsmitgliedern ist, die sich unter anderem auch um die Wartung der Gerätschaften und Fahrzeuge und die Pflege der Immobilie kümmern und sich als rückwärtige Dienste der Einsatzkräfte verstehen. Wilsky bedankte sich bei seinem Vorgänger Joachim Emmerling, der als erster Vorsitzender viel zum Aufbau des Vereins beitrug und auch bei seinem Stellvertreter Jens-Uwe Gerlach, einem ganz bewährten Mann, der eine große Stütze ist.

17.2.18

Lindower Karnevalisten zogen durch den Ort
(Groß Lindow/hn) Zum 43. Mal trafen sich die Lindower Karnevalisten am Sonnabend auf dem Kirchplatz zu ihrem Umzug durch das Dorf, allen voran der EKO-Spielmannszug mit zünftiger Marschmusik. 


Prinzen- und Kinderprinzenpaar nahmen auf der Prinzenkutsche Platz.

"Wir marschieren ca. 3 Stunden durch Ober- und Unter- lindow und treffen gegen 15 Uhr in der ehemaligen Lindenquelle ein, wo bis gegen 17 Uhr der Kinderkarne- val stattfindet", sagte Vereinsvorsitzender Uwe Kersten. Unter dem Motto "Freche Augen, roter Mund, beim Lindower Karneval knutscht man sich wund!" begann dann die Abendveranstaltung mit viele tollen Programm- einlagen der Kinderfunken- und Funkengarde, der Asphaltcowboys und ABBA, es wurden Besuche im Dschungel, im Himmel und in der Hölle abgestattet. Sketche und ein Büttenrede rundeten das kunterbunte Programm ab.
Doch bevor es soweit war, bestiegen das Prinzenpaar Alicia und Ronny gemeinsam mit dem Kinderprinzenpaar Merle und Sören die Prinzenkutsche für die Fahrt durch 

den Ort, die oftmals für einen kleinen Imbiss mit heißen und geistigen Getränken, den die Anwohner bereit stellten, unterbrochen wurde. Mit im Tross waren die Funken- und Kinderfunkengarde, der Kienstubbenverein mit einem symbolischen Treidelkahn, der anlässlich des 350jährigen Bestehens des Friedrich-Wilhelm-Kanals gestaltet wurde. Die Kien-Ladys luden in ihre Rentner-WG ein und ein fahrbarer Saloon begleitete die Cowboys und Westernmädels. Jüngster im Zuge war der 4 Monate alte Oscar Berger, friedlich schlafend im Kinder- wagen.
Cowboys und Westerngirls hatten ihren eigenen Saloonwagen dabei.  Bei so viel Süßem griffen die Kinderfunken reichlich zu.

Zum ersten Halt lud Familie Rückriem ein, mit Kaffee, Würstchen und Quarkkeulchen, ein paar Häuser weiter hatte Familie Patzelt ihren Tisch aufgebaut, darauf viel Süßes und köstliche Buletten. Ingrid Patzelt, mit 86 Jahren ältestes Kienweib, hatte viel zu erzählen über die alten Zeiten, als die Männer, der Not gehorchend, zu Kiendieben wurden und so manches Mal im Spritzenhaus übernachten mussten.
In der Ernst-Thälmann-Straße hatten sich wieder die Familein Gramenz, Zeuscher, Klust und Lorenz zusam- men getan und einen gemeinsamen Imbisshalt aufgebaut. Auch sie sind seit Anbeginn der Karnevalsumzüge dabei, spendierten Pfannkuchen, Schmalzstullen, Gewürzgurken, Kaffee und Kinderpunsch. Dabei strahlte eine zum Wärmeofen mit aufgesetztem Tresen umgebaute Blechtonne wohlige Wärme ab.
Nun bereiten sich die Lindower Karnevalisten auf den Höhepunkt der Saison, die Karnevalswerkstatt der "Glor- reichen 7" vor, die am 10. März stattfindet.

 Entlang des Weges wurden die Karnevalisten mit vielerlei Leckereien empfangen.

15.2.18

Schüler gestalteten tolles Programm
(Eisenhüttenstadt/hn) Am 15. Februar hatte die Gesamtschule 3 mit gymnasialer Oberstufe zu ihrem 25. Schulfest in das Friederich-Wolf-Theater eingeladen. Traditionell wird dieses Fest von Schülerinnen und Schülern gestaltet, aber auch die Lehrer lassen es sich nicht nehmen, mit einem eigenen Auftritt auf die Bühne zu gehen.

 Viel Beifall gab es für die Gitarrengruppe. Im perfekten Zusammenspiel erklangen die Trommeln.

Schulleiterin Ute Tupy begrüßte im Namen aller Schülerinnen und Schüler, aller Kolleginnen und Kollegen die vielen Gäste, darunter Bürgermeister Frank Balzer, Vertreter der Kreisverwaltung und Kooperationspartner.
Mit dem Tanzprojekt "Celebration" der siebenten bis neunten Klassen und des großen Chores begann dann ein Programm, wie es spannender, lustiger und kurzweiliger wohl kaum sein konnte. Der Gast spürte, dass alle Akteure mit ganzem Herzen dabei waren und bei Gesang, Sketch, Spiel und Tanz zur Höchstform aufliefen. Besonders das Minimusical "Die Brück´ am Tay" forderte den Beifall der Besucher heraus, ebenso wie die Showeinlage der Lehrer, für die eine Zugabe fällig wurde.

Der Chor bildete bei vielen Programmnummern den gesanglichen Hintergrund. Furiosen Beifall bekamen die Lehrer für ihren Auftritt.

"Es war total super", konstatierte Musiklehrerin Madeleine Werner im Anschluss, "das Programm war abwechslungsreich, gestaltet von Supertalenten und ganz toll im Zusammenspiel von Lehrern und Schülern." Als "total schön" bezeichnete sie die Klavierinterpretationen, die Darbietung der Trommlergruppe und das Gitarrenprojekt "Fluch der Karibik". Faszinierend sei, dass alles aus eigenen Kräften in den Arbeitsgemein- schaften entstanden war, im perfekten Zusammenspiel von Lehrern und Schülern. Ein Dank gebühre aber auch dem Albert-Schweitzer-Gymnasium, das zwei Einradfahrerinnen beisteuerte, damit die Vierergruppe ihren Auftritt gestalten konnte.
Begeistert zeigte sich auch Olga Reger, Lehrerin an der Grundschule in Neuzelle. Ihr gefielen besonders die Gitarren-AG, die Life-Begleitung des Chores auf dem Klavier sowie die Einlage der Lehrer. 

15.2.18

Examen für Namen
Am Freitag, dem 2. März 2018, wird um 20 Uhr der bekannte Namenforscher Prof. Dr. Jürgen Udolph zu einem sicher nicht langweiligen Vortrag im Städtischen Museum erwartet.

Unter dem Titel „Schall und Rauch – was verraten Familiennamen wirklich?“ wird er einen interessanten Abend gestalten.
 
Höhrer von antenne brandenburg und des mdr kennen seine Erklärungen und Interpretationen von Namen, die bisweilen nicht alltäglich sind.
 
Beim Durchblättern des Telefonverzeichnisses von Eisenhütten- stadt finden sich zwischen Abel und Zylla eine Reihe ungewöhn- licher, zum Teil rätselhafter Familiennamen.
 
Im Rahmen seines Vortrages wird Prof. Udolph den einen oder anderen Namen von Besuchern der Veranstaltung erklären oder besser: enträtseln.
Interessierte sollten bei Angabe ihres Namens eine Eintrittskarte (10,-€) erwerben, um vom Professor eine exklusive Erklärung zu erhalten.

Info Karten: 03364 / 2146

12.2.18

Flötentöne
Am kommenden Freitag (16. Februar) wird um 20.00 Uhr die beliebte Konzertreihe „Klassik populär“ unter Leitung und Mitwirkung von Hans-Joachim Scheitzbach im Städtischen Museum Eisenhüttenstadt fortgesetzt. Es ist das erste Konzert in diesem Jahr und hat den Titel „Flötentöne“. Es werden Stücke von Corelli, Quantz, Friedrich II., Vivaldi, Weber, Bizet u.a. von Prof. Alexander Vitlin (Klavier) , Gerrit Fröhlich (Flöte) und Hans-Joachim Scheitzbach (Violoncello) interpretiert. Wie immer können an diesem Abend die aktuellen Ausstellungen im Museum besucht werden.
Info & Karten unter 03364/2146.

12.2.18

Stadt Eisenhüttenstadt, Pressemitteilung 027/2018
Schließungen und veränderte Öffnungszeiten in der Stadtverwaltung
Wegen Sanierung: Ämter und Service ziehen um im Rathaus Eisenhüttenstadt. Im Rathaus wird es wegen der Bau- und Sanierungsarbeiten in den kommenden Tagen zu Umzügen bei einzelnen Ämtern kommen. Mit Einschränkungen müssen die Bürgerinnen und Bürger ab der kommenden Woche rechnen.
So zieht das Standesamt in andere Räume des Hauses. Aus diesem Grund müssen die Sprechzeiten in der Zeit vom 26. Februar bis 2. März 2018 entfallen. Die Mitarbeiterinnen sind ab 5.März 2018 im kleinen Saal (Mittelbereich, 1. Obergeschoss) wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten erreichbar.
Zudem sind das Sekretariat des Fachbereiches „Ordnungsverwaltung und Bürgerservice“ und die Fachbereichs- leiterin Martina Harz wegen Umzugs in andere Räume in der Zeit vom 21. Februar bis 23. Februar 2018 nicht erreichbar.
Auch die Sachbearbeiterin „Wohnungssicherung“ wird vom 21. bis 23. Februar 2018 nicht erreichbar sein können. Hier erfolgt der reguläre Dienstbetrieb wieder ab dem 26. Februar 2018 im Haus 2 der Stadtverwaltung (Am Kanal).
Auch die Servicestelle „Kinderbetreuung“ bezieht neue Räume. Deshalb wird am 22. Februar 2018 keine Sprechstunde stattfinden. Ab Montag, 26. Februar 2018, ist diese Servicestelle im Haus 2 der Stadtverwaltung, Am Trockendock 1A, in der 5. Etage, Zimmer 501 und 502 verfügbar; dann auch wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten. In dringenden Fällen wenden sich die Betroffenen bitte telefonisch an das Sekretariat des Fachbereiches „Familieund Schule“ unter der Telefonnummer +49 (0)3364 566-448.
Wir bitten um Verständnis und Beachtung.

STADT EISENHÜTTENSTADT
Frank Eckert
Leiter Büro Bürgermeister / Pressesprecher

10.2.18

Frank Balzer traf Wirtschaft zum Neujahrsempfang
(Eisenhüttenstadt/hn) Am vergangenen Sonnabend hatte Bürgermeister Frank Balzer Vertreter aus Wirtschaft und Politik zu seinem ersten Neujahrsempfang eingeladen. Als prominente Gäste begrüßte er Wirtschafts- minister Albrecht Gerber und Umweltminister Jörg Vogelsänger.

Bürgermeister Frank Balzer umriss in seiner Rede die Schwerpunkte seiner Arbeit. Wirtschaftsminister Albrecht Gerber betonte die Wichtigkeit von Eisenhüttenstadt als Wirtschaftsstandort.

In seiner Festrede, die inhaltlich unter dem Wahlkampfversprechen "Mehr Miteinander" stand, betonte der Bürgermeister, die Förderung der Wirtschaft als Chefsache zu betrachten und forderte alle Unternehmen auf, dafür zu sorgen, dass Eisenhüttenstadt nicht nur ein attraktiver Wirtschaftsstandort ist, sondern auch Ausbildungs- und Arbeitsplätze zu schaffen, um damit den Wegzug von Fachkräften zu verhindern und den Zuzug zu fördern. Im engen Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Entwicklung sieht Balzer den Schutz der Umwelt. Die Gründung eines Wirtschaftsbeirates biete gute Möglichkeiten, ins Gespräch zu kommen, bestehende Probleme zu lösen und den Unternehmen Entwicklungsmöglichkeiten zu geben. Landesregierung und Landkreis will Frank Balzer mehr in die Pflicht nehmen. "Was nützt es, wenn Eisenhüttenstadt als wirtschaftlicher Leuchtturm im Osten Brandenburgs steht, und niemand kommt hin?", fragte er und verband dies mit der Forderung, die Verkehrsanbindung, insbesondere hinsichtlich der Bahn zu verbessern und wieder den Halbstundentakt für Züge zwischen der Stadt und Berlin einzuführen. Des Weiteren geht es ihm um die Verbesserung der Lebensbedingungen insbesondere für die älteren Bürger sowie um eine konstruktive Zusammenarbeit in der Stadtverordnetenversammlung.

Nach dem offiziellen Teil gab es viele Möglichkeiten, miteinander ins Gespräch zu kommen und zum Tanzen.

Albrecht Gerber stellte in seiner Rede fest, dass die Arbeitsmarktbedingungen in Eisenhüttenstadt so gut sind wie schon lange nicht mehr, es kämen immer mehr Menschen, um hier zu arbeiten. Er betonte die Wichtigkeit des Stahlstandortes, und dies solle trotz aller Herausforderungen für die Stahlindustrie auch so bleiben. Gerber hob hervor, dass die deutschen Strompreise die höchsten in Europa sind und stellte fest, dass viele Menschen dieses Landes von der Teilhabe am gesellschaftlichen Wohlstand ausgeschlossen sind. Er kriti- sierte unsichere Beschäftigungsverhältnisse und Umgehung des Mindestlohnes, Minijobs und Leiharbeit sowie die Bedrohung durch Armut bei Alleinerziehenden und deren Kindern. Letztlich versprach Gerber, sich um den Lückenschluss der B 112 zwischen Eisenhüttenstadt und Neuzelle zu kümmern, damit eine durchgängige Verkehrsverbindung zuwischen Nord und Süd die Ortsdurchfahrten entlastet.

Zu den guten Traditionen der Neujahrsempfänge gehört auch die Würdigung des Ehrenamtes. Diesmal wurden
Dr. Elke Chesin, Nora Eibeck, Kerstin Kalitzki, Ines Kraske, Elisabeth Kühnke, Lisa-Marie Reichelt, Vera Rückert, Andrea Sakrenz-Drees, Marianne Suckert und Zsolt Vass für ihre Engagement geehrt.
Der Neujahrsempfang wurde von Anna Böhm am Klavier und Cordula Hanns mit Gesang umrahmt.

10.2.18

Zampervolk eroberte sein Dorf
(Schwerzko/hn) Hoch her ging es am 9. Februar in Ines´ Gaststätte, wo sich das närrische Volk am Vorabend seiner Zamperaktion zum tanzen traf. "75 Leute haben in unserem kleinen Örtchen in die Zamperkasse eingezahlt", freute sich Jörg Mosig, Vorsitzender der Schwerzkoer Fastnacht, "das waren die allermeisten Einwohner." Unglaublich sei der Zuspruch, aber alle wollten mitmachen. So waren fast alle auch wieder dabei, als sich die bunte Truppe am Sonnabend um 9 Uhr wiederum in der Gaststätte traf, um auf die Piste zu gehen. Bereits beim "antrinken" sorgte die Kapelle für Stimmung, bevor das traditionelle Gruppenfoto geschossen werden konnte. Mit Eiern, Speck, Gurken und vielen anderen Leckereien sowie Geldzuwendun- gen warteten die Schwerzkoer bereits auf die bunte Zampertruppe, und fast überall gab es als kleinen Imbiss eine Spezialität des Hauses wie selbst gebratene Schnitzel und Bouletten, Soljanka oder, wie bei Familie Schubel/Lange die wohl berühmteste Käsesuppe des Landes.

Mit ganz viel Spaß ist der Schwerzkoer Nachwuchs dabei.
 
Viel Kondition und Arthrosefreie Knie waren bei Laurenzia gefragt.

Drei bis vier Stücke spielte die Kapelle in den Häusern, deren Türen den Zamperern weit geöffnet wurden. Auch in so mancher Garage und in Kellern waren kleine Büfetts aufgebaut, bestückt mit Schmalzstullen, Gewürzgurken, Quarkspitzchen, Bockwurst sowie alkoholhaltigen und alkoholfreien heißen Getränken, um von innen aufzuwärmen.
So zwischen vierzig und fünfzig Gehöfte wären zu besuchen, schätze Jörg Mosig mit Verweis darauf, dass auch viele Jugendliche und Kinder zur Zampertour mitkommen. Doch auch von außerhalb kamen Gäste, darunter Beatrice Budras aus Ratzdorf, wo sie bereits seit mindestens 10 Jahren mitmischt, wenn es auf Tour geht. "Ich habe Familie hier", erzählte sie, "und hatte mir schon mehrere Jahre vorgenommen, in Schwerzko mitzumachen." Doch immer wieder kam etwas dazwischen, bis es nun diesmal klappte. Es sei schön, die Stimmung ganz toll und die Schwerzkoer haben offene Türen.

7.2.18

Gabriele Gabriel stellt in Städtischer Galerie aus
(Eisenhüttenstadt/hn) Seit einer Woche und noch bis zum 25. März stellt die Berliner Malerin Gabriele L. Gabriel in der Städtischen Galerie aus. 


Gabriele L. Gabriel vor ihrem Bild "Oderspeicher".

"Im Sitzungssaal der Stadtverordnetenversammlung befindet sich ein großes Wandbild des Malers Fred Thieler", erklärte Museumsleiter Hartmut Preuß, "Fred Thieler ist der Vater von Gabriele Gabriel." Im Jahr 2016 ist dieses Bild in einer gemeinsamen Initiative von Sparkasse Oder-Spree und Stadt Eisenhüttenstadt in die Kunstsammlung gelangt und hat im Sitzungssaal seinen Platz gefunden. Als Gabriele Gabriel Eisenhüt- tenstadt besuchte, um das Gemälde ihres Vaters in Augenschein zu nehmen, wurde die Idee geboren, eine Autorenausstellung mit ihren Arbeiten im Museum zu organisieren. 
"Von Anfang an spürte ich das große Interesse der Malerin an unserer Stadt", so Preuß, "und das ist auch 

der Grund, warum in dieser Ausstellung so viele Eisenhüttenstädter Motive zu finden sind." So kommen in den Bildern viele Verbindungen zwischen Berlin und Eisenhüttenstadt zum Ausdruck. Als Beispiel nannte er ein Bild des sowjetischen Ehrenmals in Berlin-Tiergarten. Dieses Ehrenmal besteht aus Granitsteinen, die 1945 in Fürstenberg gefunden und nach Berlin transportiert wurden. Bezug nehmend auf ein Bild, das das Reichstags- gebäude darstellt, erinnerte Hartmut Preuß daran, dass der Verhüllungskünstler Christo nicht hätte aktiv wer- den können, wenn es keine stabilisierende und die Plane beschwerende Stahlkonstruktion aus dem Eisen- hüttenstädter Werk gegeben hätte. 
Diese erste Ausstellung von Gabriele Gabriel im Landkreis Oder-Spree soll nun ein Einstieg in eine weitere künstlerische Zusammenarbeit mit dem Landkreis sein, und zusammen mit ihren Arbeiten sind auch Arbeiten von Künstlern des ehemaligen Verbandes Bildender Künstler der DDR aus dem Bezirk Frankfurt (Oder) zu sehen.
Die Ausstellung ist dienstags bis freitags von 10-17 Uhr und am Wochenende von 13-17 Uhr geöffnet.

6.2.18

Energiespartipps für Jedermann
(Eisenhüttenstadt/hn) Am Dienstag lud das Stadtteilbüro "offis" zu einer Informationsveranstaltung über das Sparen von Energie ein. Vorrangig ging es dabei naturgemäß um Elektroenergie, aber auch Einsparmöglich- keiten beim Verbrauch von Wasser und Heizungsenergie wurden erörtert.


Angela Naundorf begrüßte die Referentinnen Angelika Horn und Diana Makarow (v.r.n.l.) zur Energieberatung.

Diana Makarow und Angelika Horn vom Verein "Bumer- ang" e.V. standen als kompetente Gesprächspartner- innen zur Verfügung. Eigentlich sind sie unterwegs, um jenen Teil der Bevölkerung zu beraten, der gemeinhin als arm bezeichnet wird, doch das Energiesparen geht ja alle an, und jedermann kann sich an den Verein wenden, um Spartipps zu bekommen. Dabei wird die kostenlose Beratung in jedem Fall im Zuhause des Interessenten durchgeführt, die beiden Beraterinnen sehen sich an, welche Verbraucher installiert sind, wie deren Hand- habung erfolgt und leiten daraus Sparpotenziale ab.
"Im Mittelpunkt unserer Beratungen stehen jene, die sich keine LED-Lampen oder einen neuen Kühlschrank leisten können, um zu sparen", so Diana Makarow, "doch für jene gibt es umfassende Unterstützung vom

Staat." Sowohl das Amt für Grundsicherung als auch der Staat selbst beteiligen sich an der Finanzierung, so schießt der Staat Bedürftigen 150 Euro für die Anschaffung stromsparender Lampen oder Kühlschränke zu, die nicht zurück zu zahlen sind oder vom Amt gegengerechnet werden können. "Stromrechnungen werden vom Amt nur bis zu einer bestimmten Höhe übernommen", so Makarow, "alles, was darüber hinaus geht, hat der Verbraucher selbst zu zahlen."
Praktische Tipps wie die Benutzung von Durchlaufbegrenzern bei Duschen und Wasserhähnen, Begrenzung der Kühlschranktemperatur auf 7-10 Grad, das Verhindern von Eisansatz im Tiefkühlfach und das richtige Lüften - mit Ausschalten der Heizung während der Lüftungszeit - wurden von den Gästen gern angenommen, ebenso wie die Empfehlung, die Wohnung nicht unter 16 Grad abkühlen zu lassen.
Darüber hinaus schlugen Makarow und Horn den Einsatz von Steckdosenleisten mit Schalter vor, um Geräte komplett auszuschalten, denn auch der Stand-by-Betrieb eines Fernsehapparates kann locker 30 Euro im Jahr kosten. Gespart werden kann auch, wenn zum Beispiel der Geschirrspüler an die Warmwasserleitung angeschlossen wird.
Aus den Reihen der Gäste kam ergänzend die Forderung an Wohnungseigentümer, bei Sanierungen oder Modernisierungen, die Wege vom Warmwasseranschluss bis zu Wasserhahn, Dusche oder Badewanne möglichst kurz zu halten, damit nicht zu viel Kaltwasser fließt, bevor es warm wird.
Interessenten können sich bezüglich einer Beratung wenden an: Bumerang e.V., Beeskower Straße 114, 15890 Eisenhüttenstadt, Telefon (03364) 7695130, Mobil 01520-8895288. Öffnungszeiten des Büros sind Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 9-14 Uhr, am Mittwoch von 9-16 Uhr.

3.2.18

Annemariepolka unterm Carport
(Kobbeln/hn) Tolle Zamperstimmung herrschte am Sonnabend auf den Kobbelner Straßen. Mit Unterbrechung in den Kriegsjahren wird diese Tradition seit mehr als hundert Jahren gepflegt, erinnert sich die 94jährige Liesbeth Hauswald. Auch sie freute sich über den Besuch der Zamperer und erhielt für ihre Zampergaben ein Schnäpschen. Nur mit dem Tanzen will es nicht mehr so richtig gehen, aber ansonsten ist sie per Rollator noch jeden Tag unterwegs.

Schon früh kam tolle Zamperstimmung auf. Niemals darf das Erinnerungsfoto für die Zamperer fehlen.

Wie lange in Kobbeln schon gezampert wird, weiß auch Antje Hollatz nicht so genau. Gemeinsam mit Victoria Damascke führte sie den Zamperzug an, hatte dabei auf Ordnung und Sicherheit zu achten. Um zehn Uhr war Treff in Krügers Gaststätte, wo die Kapelle bereits auf die fröhliche Truppe wartete und Joachim Krüger frisch Gezapftes ausschenkte.
Gegen 10.30 Uhr setzte sich der Zamperzug in Bewegung, rund 40 Leute, vom Kleinkind bis zu hoch Betagten, waren zu diesem Zeitpunkt bereits anwesend, weitere wurden im Laufe des Tages erwartet. "Es ist toll, dass die Älteren immer dabei sind", so Hollatz, "und wir werden von allen mit Imbiss und Getränken toll empfangen." So kam dann zu den mitreißenden Klängen der Zamperkapelle auch schnell Stimmung auf. Unermüdlich dabei der 86jährige Martin Bursch mit seinem Sopransaxophon als wohl ältester Zampermusikant der Region. Aufgespielt wurde auf der Straße, auf den Höfen und auch unterm Carport, wo sich die Zamperer flugs zur Annemarieploka formierten.

Annemarie-Polka unterm Carport.  Selbst die jüngsten Kobbelner waren mit von der Partie.

"Bis 17 Uhr müssten wir alles geschafft haben", erzählte Antje Hollatz, "dann treffen wir uns um 19.30 Uhr wieder zum Tanz in der Gaststätte". Auch ein kleines Programm sei aufgelegt worden, mit "Frl. Biene & Co.", gekürt wurden zu späterer wieder der Steinkönig und die Weinkönigin von Kobbeln. Peter Leuschner und Janet Nitschke werden das Dorf nun ein Jahr lang auf Veranstaltungen repräsentieren, darunter zum Brandenburger Dorf- und Erntefest im September, wo auch Kobbeln mit einem Wagen vertreten sein wird.