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08.03.10

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Nachrichten März 2010

Veranstaltungen in der Region Bildberichte Notrufe
Gasversorger unterliegt im Rechtsstreit um Gaspreiserhöhung   Sie erhalten unerwünschte Anrufe? Hier finden Sie vielleicht Hilfe.

 

Lache nie über die Dummheit der anderen. Sie kann deine Chance sein.

                                                                                             Winston Churchill

         

8.3.10

Allen Frauen und Mädchen einen herzlichen Glückwunsch zum Internationalen Frauentag

6.3.10

Die Sprache der Blumen auf bunten Eiern
(Müllrose/jp) Als am Sonnabend im Haus des Gastes die 19. Kunst- und Ostereierausstellung eröffnet wurde, herrschte im Ausstellungsraum ein solches Gedränge, dass kaum eine Stecknadel hätte zu Boden fallen können. Viele Gäste konnten die Eröffnung der von Erika Richling und vielen Helfern gestalteten Ausstellung "Lass Blumen sprechen" nur vom Flur aus miterleben.

In ihrer Eröffnungsrede zitierte Erika Richling den bekannten Spruch, nach dem uns von der Wiege bis zur Bahre viele Formulare verfolgen, sie ergänzte im Zusammen- hang mit dem Motto der Ausstellung aber auch: "Von der Wiege bis zur Bahre be- gleiten uns Blumen." Deren Keimen, Wachsen, Blühen und Hoffen auf Frucht sei ein Abbild des Seins und Sinnbild der irdischen Vergänglichkeit. "Blumen sind die schönsten Worte und Hieroglyphen der Natur, mit denen sie uns andeutet, wie lieb sie uns hat", soll Dichterfürst Johann Wolfgang Goethe gesagt haben. Ausgehend davon unternahm Erika Richling in ihrer Rede einen Exkurs durch die Ausstellung, erläuterte die thematisch geordneten Inhalte der einzelnen Vitrinen, unter denen die Religionsvitrine wohl eine besondere Stellung einnimmt. Ein Straußenei, verziert mit Blumen, die christliche Symbolik in sich tragen, zieht dabei die Blicke des Betrach- ters auf sich, und wer als Besucher das Glück hat, Erika Richling davor anzutreffen, wird später um viel Wissenswertes reicher den Ausstellungssaal verlassen.
In weiteren Vitrinen widmet sie sich unter anderem der Blumensprache der Lieben- den, der Vogelhochzeit und dem Garten der Erinnerung, geht dabei auf die 750-Jahr Feier der Stadt Müllrose ein und möchte ihre Ausstellung als Teil des großen Ganzen verstanden wissen, das die Einwohner und Besucher der Stadt in den kommenden Monaten erwartet. Ergänzt wir die Ausstellung durch Bilder des Fünf- eichener Malers Rudi Böhme und Fotografien der Blumenoasen, die während des alljährlichen innerstädtischen Wettbewerbs um die schönste Gartengestaltung aus- 


Erika Richling wartet mit immer wieder neuen Ideen auf, um den traditionellen Müllroser Kunst- und Ostereierausstellungen einen individuellen Charakter zu geben. 


Schülerinnen und Schüler der Musik-AG der Oberschule Schlaubetal gestalteten mit Musik und Rezitation das Rahmen- programm der Ausstellungseröffnung.

gezeichnet wurden.
Bereits seit längerem hatte Erika Richling das nunmehr die Ausstellung bestimmende Thema im Kopf, nun zum Stadtjubiläum bot sich dessen Umsetzung an. "Zu so einem Anlass gratuliert man mit Blumen", sagte sie, "und nun ist dafür die richtige Zeit gekommen." Ein Anlass zur Freude auch für Amtsdirektorin Ilka Ma- tuschke und Bürgermeister Ingomar Friebel, die mit Worten des Lobes und Dankes nicht sparten.
Diese Dankesgrüße gab Erika Richling gern an alle jene weiter, die sich in das Gelingen der Ausstellung einbrachten, Exponate beisteuerten oder Hilfe gaben, 


Mit viel Engagement gestaltet Erika Richling seit 19 Jahren die Müllroser Kunst- und Ostereierausstellung.


Zum Abschluss der Ausstellungseröffnung sangen die Gäste gemeinsam den Frühling herbei.

damit das Werk gelingen konnte.
Schülerinnen und Schüler der Musik-AG der Oberschule Schlaubetal gestalteten ein von den Gästen mit viel Beifall bedachtes Musik- und Rezitationsprogramm, luden zum Schluss ein zum gemeinsamen Singen des Liedes "Sehnsucht nach dem Frühling", das wohl selten eine solche Aktualität besaß, wie in diesem nicht enden wollenden Winter.  
Wer die 630 Eier aus 51 Ländern sehen möchte, hat dazu bis zum 18. April während der Öffnungszeiten des Hauses des Gastes Gelegenheit.

6.3.10

Drei tolle Tage in der Thälmannsiedlung
(jp) Die Zampersaison 2010 nähert sich ihrem Ende. Als Vorletzte zogen die Bewohner der Thälmannsied- lung am Sonnabend durch die Straßen ihres Ortes, zu einer Zeit, wo die Fastnacht in der Region bereits Geschichte ist. Doch dies hat seinen handfesten Grund, denn die Siedlung ist zu klein, um eine kampfstarke Zampertruppe auf die Beine zu stellen, so dass man gern Gäste aus Aurith, Vogelsang, Ziltendorf, Wiesenau und anderen Orten, wo die Fastnacht bereits vorbei ist, einlädt.

"Wir ziehen hier wie zu DDR-Zeiten drei Tag am Stück durch", erzählte Zampermeister Matthias, "am Freitag Abend trafen wir uns zum Tanz, Sonnabend wird tagsüber gezampert und abends wieder getanzt, und am Sonntag schieben wir gleich die Kreschke nach." Bereits vor 14 Tagen begannen die Vorbereitungen, die auch das gemeinsame Aufstellen des Festzeltes beinhalteten. Das nach dem Oderhochwasser neu gebaute Gemeindehaus sei viel zu klein, um so viel feierfreudiges Publikum zu fassen, deshalb brauche man das Zelt, dessen erfolgreicher Aufbau natürlich ordentlich mit Bier begossen werden müsse, so als Prämie, für diejenigen, die sich beteiligten. Da die Thälmannsiedler "nur" 82 Haushalte, von denen viele traditionell einen kleinen Imbiss für die bunte Truppe zubereiten, zu bezampern haben, kann auf jedem Hof ausgiebig getanzt und verweilt werden. Für die dazu gehörige Stimmung sorgen seit Jahren die "Odermücken", deren Musik weithin zu hören ist, so dass das Auffinden der Zamperer dem später Kommenden keinerlei Schwierigkeiten bereitet. Gegen 12 Uhr steuerte die Zampertruppe das Gemeindehaus an, wo sich die bunt gekleidete Schar mit Kartoffelsuppe und Bockwurst stärkte, ein wenig ausruhte, um dann noch bis gegen halb drei Uhr nachmittags die restlichen Gehöfte aufzusuchen.
Als wandelnde (Apo)Theke hatte Sebastian alle Hände voll zu tun, um seine in Pfefferminz- und Kräuterlikör gelöste Gesundheit an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Wer fror, dem konnte mit Braunem und Weißem geholfen werden, oder auch mit Kaffee, unter anderen bei Heinz Blümel. "Das mit dem Frühstück gehört sich so", sagte Blümel, "jeder Haushalt hat etwas Besonderes, und jeder weiß, dass es hier heißen Kaffee und ein kleines Frühstück gibt." Von 1960 an gehörte er viele Jahre zu den Organisatoren der Fastnacht, bis jüngere den Staffelstab übernahmen und nun auch wieder die Jugend diejenige ist, die für den Fortbestand der Tradition sorgt. Viele Geschichten kann er aus jener Zeit erzählen, als es so hoch her ging, dass kaum einer die ganze Zamperrunde schaffte.
Am kommenden Sonnabend gehen die Kobbelner als Letzte in der Region auf Zampertour, nachdem es dort im vergangenen Jahr wegen des Todes von Uwe Krüger eine Auszeit gab.

5.3.10

Wenn die Posthalterin mit einer Umarmung droht
Einzigartige Chopin-Lesung im Kulturkreis Neißemündung
(Ratzdorf/jp) Zu seiner ersten Veranstaltung im neuen Lesejahr hatte der Kulturkreis Neißemündung am Freitag in die Gaststätte "Werft" eingeladen. Dies war zugleich ein Neuanfang, denn der Kulturkreis trennte sich Ende 2009 einvernehmlich von seinem damaligen Trägerverein Europäisches Begegnungszentrum Ratzdorf, weil neue Wege der Finanzierung gefunden werden mussten.
"Unsere Veranstaltungen haben in den vergangenen Jahren ständig an Niveau und Qualität gewonnen", sagte Dr. Ilona Weser, Organisatorin des Kulturkreises, "nun traten viele unserer Freunde und Stammgäste an uns heran und forderten die Weiterführung der erfolgreichen Arbeit." Gespräche mit dem Vorstand des Land- schaftspflegeverbandes Naturschutzpark Oder-Neiße e.V., dessen Präsidentin Ilona Weser ist, der Gast- stätte "Werft" und der Gastwirtschaft "Kajüte" führten darauf hin zu einem Konsens, den alle Beteiligte als Erfolg versprechend einschätzten. Etwa zeitgleich zeigte sich der Schriftsteller Till Sailer, der bereits mehrmals Gast des Kulturkreises war, interessiert, die Premiere seines neuen Reisebuches "Chopin in Polen" in Ratzdorf zu begehen.


Michael Stöckigt und Till Sailer gestalteten für den Kulturkreis Neißemündung eine einzigartige Konzertlesung zu Chopin.

Zusammen mit dem Pianisten Michael Stöckigt entstand ein abendfüllendes Programm, das Sailer selbst als "Konzertle- sung" bezeichnete. "Lesung und Musik ergänzen sich, so dass etwas Drittes, etwas Neues entsteht", so Sailer, der im zweiten Teil des Programms selbst zur Querflöte griff und zusammen mit Stöckigt Chopins Variationen über ein Thema aus Rossinis Oper "Cenerentola" (Aschenputtel) für Flöte und Klavier spielte. Beifall brandete auf, nachdem die Musik verklang. Interessiert lauschte das Publikum auch den Geschichten, die Sailer über die polnische Zeit im Leben Chopins zusammen getragen hatte. Eine Episode spielte in Züllichau (Sulechów), wo der Komponist mehrere Stunden Aufenthalt hatte, weil keine ausgeruhten Pferde für die Weiterreise zur Verfügung standen und er das Klavier in der Poststation für seine Improvisationen in Beschlag nahm. Dies begeisterte unter anderen die kugelrunde Gattin des Posthalters derartig, dass sie Anstalten machte, ihn mit verzückten Umarmungen zum Verweilen zu veranlassen. Ein toller Abend, ein kurzweiliges Buch, und jenen, die dabei gewesen sind, ist Chopin ein ganzes Stück näher gekommen.
 
Das Buch "Chopin in Polen", ISBN 978-3-89626-736-8, ist für 14,80 € im Buchhandel erhältlich.

Die nächste Veranstaltung der Kulturkreises Neißemündung findet am Freitag, dem 9. April und 19 Uhr in der Gast- und Tanzwirtschaft "Kajüte" statt. Dann wird Dorothee Schmidt-Breitung über ihre Tätigkeit als Restauratorin in Neuzelle und auf Cuba berichten.

3.3.10

Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Frankfurt (Oder)
Durchsuchungsmaßnahmen im Rahmen der Bekämpfung der „Rockerkriminalität“ am 03.03.2010 Wiederholt kam es im Jahr 2009 zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Rockerclubs im Land Brandenburg und Berlin. Letztes Beispiel des Vorjahres: Zwischen einem Unterstützer des Bandidos MC und einem Anwärter (Prospect) der Hells Angels Nomads kam es am 31.12.2009  auf einem öffentlichen Parkplatz in Eberswalde zu einer Auseinandersetzung. Dabei schoss der Prospect mit einer Waffe auf den Bandido, ohne ihn dabei zu verletzen.

Einige Mitglieder solcher rivalisierenden Brandenburger und Berliner Rocker-Clubs „exportieren“ aber auch ihre Gewaltbe- reitschaft in andere Bundesländer. So wurde erst am 19. 02.2010 in Flensburg (SH) eine dem Umfeld der Hells Angels zuzurech- nende männliche Person mit Eisenstangen und Äxten von acht Mitgliedern der Bandidos angegriffen und schwer verletzt. Unter den Tätern befand sich auch je eine

Person aus den Bundesländern  Brandenburg und Berlin. Dieser jüngste Vorfall zeugt vor dem Hintergrund des am 02. Februar 2010 erfolgten Übertritts des „Bandidos MC Berlin Centro“ zum „Hells Angels MC“ von der Gefahr einer weiteren Eskalation.
Aus diesem Grund setzt das Polizeipräsidium Frankfurt (Oder) nach der Durchsetzung der Verbotsverfügung  für den ehemaligen Rockerverein „Chicanos MC Barnim“  am 24.08.2009 und den am 17.09.2009 zeitgleich durchgeführten 25 Durchsuchungen bei Mitgliedern der Rockerclubs Hells Angels MC, Bandidos MC und Gremium MC am heutigen Mittwoch, den 03.03.2010,  mit einer weiteren Durchsuchungsaktion von insge- samt 22 Wohn- bzw. Wirtschaftsobjekten die „Null-Toleranz-Strategie“ gegen Rockerkriminalität fort. Auf Antrag des Polizeipräsidiums Frankfurt (Oder) wurden deshalb im Vorfeld Durchsuchungsbeschlüsse bei den zuständigen Amtsgerichten erwirkt und ab 06:00 Uhr  durch mehr als 260 Polizeibeamte umgesetzt. Im  Verlauf der Durchsuchungsmaßnahmen am heutigen Mittwoch wurden insgesamt 60 verbotene Gegenstände sichergestellt, darunter  1 Schusswaffe sowie weitere Schusswaffenbestandteile, 2 Schlagringe und 3 Teles- kopschlagstöcke, 1 selbst geschmiedete Axt  und 4 Axtstiele, 2 Macheten und 19 verschiedene Messer wie Spring-, Einhand- und Butterflymesser, 1 Dengelhammer und 1 Baseballschläger. Es wurden aber auch mit verschiedenen Arten von Betäubungsmitteln, Anabolika und ca. 900 Euro Dealergeld einige Zufallsfunde beschlagnahmt. Bisher sind ca. 20 Strafanzeigen wegen Verstößen gegen das Waffengesetz, das Betäu- bungsmittelgesetz und wegen des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen gefertigt worden.  

1.3.10

Kulturkreis Neißemündung lädt am Freitag zur Lesung
(Ratzdorf/jp) Nachdem der Kulturkreis Neißemündung mit dem Landschafts- pflegeverband Naturschutzpark Oder-Neiße e.V., der Gaststätte "Werft" und der Gastwirtschaft "Kajüte" neue Partner gefunden hat, beginnt am kommen- den Freitag, dem 5. März um 19.00 im Panoramasaal der "Werft", Lindenallee 3, die diesjährige Lesesaison.
Auf dem Programm werden in monatlichen Veranstaltungen
Konzertlesungen, Vorträge, Unterhaltungsprogramme, darunter zum Thema 20er Jahre, Foto- ausstellungen, Buchlesungen, Flügel- und Harfenkonzerte sowie viel Poesie - mit einer Ausstellung alter Poesiealben - stehen.
Am 5. März wird
Autor Till Sailer sein Reisebuch "Chopin in Polen" vorstellen und dabei von Michael Stöckigt auf dem Flügel begleitet. Für Imbiss und Getränke sorgt das Team der "Werft", der Eintritt kostet 7 Euro.