Künstliche Intelligenz wird Rathausmitarbeiter unterstützen


Eine Studentengruppe der Uni Potsdam setzte das Projekt der KI um.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Ing. Marcus Grum wurde das KI-Projekt konzipiert.



(Eisenhüttenstadt/jp) Kürzlich hatte Bürgermeister Marko Henkel Pressevertreter ins Rathaus eingeladen, um sie über den bevorstehenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Verwaltung zu informieren. Gemeinsam mit der Universität Potsdam wurde das Projekt aufgelegt.

Ein Viertel der Mitarbeiter sind über sechzig und werden in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen, sagte der Bürgermeister. Damit im Zusammenhang stünde ein nicht zu unterschätzender Erfahrungs- und Wissensverlust, dem mit Hilfe der KI nun gegengesteuert werden soll. Diese wird jedoch keine Texte generieren, sondern interne Dokumente erfassen, analysieren und für den dienstlichen Gebrauch aufbereiten und systematisieren, womit sie für die Mitarbeiter schneller auffindbar und anwendbar werden. „Dabei haben wir festgestellt, dass viele Dokumente schon sehr alt sind und überarbeitet sowie schnellstmöglich an die aktuelle Rechtsprechung angepasst werden müssen", erklärte Henkel.

Der gegenwärtige Bearbeitungsstand des von Prof. Dr. Ing. Marcus Grum geleiteten Projekts ist bereits in der Praxiserprobung, nachdem die ersten Mitarbeiter geschult worden sind. Natürlich gab es gegenüber der neuen Technologie auch Vorbehalte in der Belegschaft, so u.a Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der Arbeitsplätze. Diese Unsicherheiten konnte der Bürgermeister jedoch ausräumen, indem er betonte, dass sich niemand um seine Existenz zu sorgen brauche, aber jeder damit rechnen müsse, eine andere Arbeit, auch in einem anderen Bereich, übertragen zu bekommen.

„Wir haben in der Projektbearbeitung festgestellt, dass viele Dokumente veraltet sind und dringend einer Überarbeitung bedürfen", sagte auch Helen Feichtinger, Erste Beigeordnete des Bürgermeisters.

Auf die neue Qualität des Durchsuchens der Datenbank wies Prof. Grum hin: „Die Dokumentensuche ist in diesem System alltagssprachlich möglich, das heißt, es sind Fachbegriffe nicht zwingend notwendig." Dies ermöglicht auch Nichtfachleuten das Auffinden von als PDF gespeicherten Texten. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, dass dieses Projekt keine öffentliche KI beinhaltet, so dass auch der Datenschutz gewährleistet ist.

Zur Umsetzung des Projekts sagte Marko Henkel, es komme darauf an, „einfach mal mutig zu sein" und die Prozesse in der Verwaltung bürgerfreundlicher zu gestalten.